Freie Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald
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Schramberg Sulgener feiern 2018 im Urlaub ab

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Zuwachs auf ein Dutzend Mädchen hat das große Sulgener Zunftballett bekommen, das bei der vergangenen Fasnet mit der Hälfte auskommen musste. Archiv-Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder-Bote
 
 
Zuwachs auf ein Dutzend Mädchen hat das große Sulgener Zunftballett bekommen, das bei der vergangenen Fasnet mit der Hälfte auskommen musste. Archiv-Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder-Bote

Schramberg-Sulgen (lh). Für die Sulgener Narren ist nach der Fasnet vor der Fasnet. Vor kurzem hat der Elferrat in einer Sitzung bereits das Motto für den Bürgerball 2018 bestimmt, das da "Urlaub" heißt. Vize-Narrenchefin Sonja Baier verkündete dies bei der Hauptversammlung, um die eigenen Programmakteure sowie die Sulgener Vereine früh einzustimmen.

 

Die Zunft wünscht sich dabei wieder mehr Beteiligung von außen, stellt der Bürgerball doch jährlich den Höhepunkt der Sulgener Fasnet dar. Laut Baier ist das große Zunftballett derzeit mit einem Dutzend Mädchen gut aufgestellt. Die Kompetenzen seien klar abgesteckt worden und sie sei gespannt, wie die Entwicklung weitergehe. Auch das mittlere Ballett könne mit aktuell 16 Mädchen aus dem Vollen schöpfen, freute sich die Vize-Präsidentin.

Begeistert zeigte sich Gildemeister Thomas Weigle über das tolle Bild, das die Sulgener Zunft beim Narrentreffen in Dunningen abgab. So viele Kleidlesträger habe er schon lange nicht mehr bei einem Gastbesuch gezählt. Erbärmlich sei dagegen die Beteiligung beim Oberrhein-Treffen in Griesheim gewesen, mahnte Weigle auswärts künftig eine bessere Beteiligung an.

Bei den heimischen Terminen in Schulen, Seniorenheimen und bei der Saalfasnet hätten Hansel, Kaffeedohlen und Feurenmoosgeister den Menschen viel Freude bereitet. Beim Auf- und Abbau sollten sich allerdings mehr Helfer beteiligen, damit die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt werde.

 

Für das Abstauben am 6. Januar 2018 im Restaurant „Hasen lägen wieder Anmeldungen von neuen Kleidlesträgern vor, die in die Zunft aufgenommen werden wollen, blickte Weigle voraus.

Kassiererin Sonja Weißer erinnerte daran, dass es im Geschäftsjahr 2016 aufgrund des Jubiläums der Berghexen keinen Zunftball gab. Gleichzeitig habe man für den neuen Elferratswagen eine Anzahlung in Höhe von 4200 Euro leisten müssen und das Spendenaufkommen sei weiter rückläufig. Durch sparsame Haushaltsführung sei es trotzdem gelungen, ein leichtes Plus zu erwirtschaften. Präsident Hape Marte wertete dies als gutes Ergebnis, das auch einem breit aufgestellten Sponsoren-Pool zu verdanken sei. Dieser müsse gepflegt werden.

Ein nicht unerheblicher Anteil der Einnahmen werde durch die Beiträge der Mitglieder erzielt, weshalb die Werbung verstärkt werden sollte. Chronologisch streifte der Präsident die zahlreichen Termine im vergangenen Geschäftsjahr. Sie zeigten, dass die Zunft nicht nur an der Fasnet, sondern das ganze Jahr über gefordert war. Als Glanzpunkte bezeichnete Marte den Ausflug mit Stocherkahnfahrt und Weinprobe sowie Bürgerball und Umzug in Sulgen. auf.

Jahreshauptversammlung 2017 Narrenzunft Sulgen

Dicke Luft bei der Narrenzunft

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Noch ein Jahr will Vize-Präsidentin Sonja Baier (Mitte) Sulgens Narrenchef Hape Marte (rechts) über die Schultern schauen und dann übernehmen. Im Amt bestätigt werden Matteo Camellotti (von links), Thomas Weigle und Birgit Schuler. Foto: Herzog
 
Noch ein Jahr will Vize-Präsidentin Sonja Baier (Mitte) Sulgens Narrenchef Hape Marte (rechts) über die Schultern schauen und dann übernehmen. Im Amt bestätigt werden Matteo Camellotti (von links), Thomas Weigle und Birgit Schuler (Foto: Herzog)

Schramberg-Sulgen - Bei der Narrenzunft Sulgen knirscht es gewaltig im Gebälk. Hinter vorgehaltener Hand wird gelästert und gestänkert. Die jüngste Bewirtungsaktion bei "Touratech" brachte das Fass zum Überlaufen.

 

Die Hauptversammlung im Restaurant "Hasen" bei Obernarr Helmut Bergthal verlief zunächst äußerst harmonisch. Erste Anzeichen, dass bei den Sulgener Narren nicht alles in Butter ist, brachten die Neuwahlen. Nachdem Präsident Hans-Peter Marte bei der Hauptversammlung im November 2016 seinen Rücktritt für 2017 andeutete, blieb der Stabswechsel trotzdem aus. Wie er erklärte, habe sich der Vorstand in jüngster Zeit Gedanken darüber gemacht, wie es an der Spitze weitergehen soll.

 

Sonja Baier als Vize-Präsident – sie beerbte vor einem Jahr Ulrich Schäfer auf diesem Posten – sei wie kaum eine andere Frau für das Amt der Präsidentin geeignet. "Sie sträubt sich aber noch, ganz vorne zu stehen und will mir noch ein Jahr über die Schultern schauen", verriet der Narrenchef das Ergebnis der Gespräche. Sie habe ihm im vergangenen Jahr sehr viel Arbeit abgenommen, das habe ihn deutlich entlastet.

Nach 27 Jahren Präsidentschaft komme eine gewisse Routine ins Amt. Trotzdem müsse man immer Gewehr bei Fuß stehen, wenn jemanden der Schuh drücke. Dies war allerdings zuletzt wohl nicht mehr so der Fall, wie sich später herausstellte. Während die Elferräte Hape Marte, Klaus Müller und Birgit Schuler bei ein, beziehungsweise zwei Enthaltungen klar im Amt bestätigt wurden, musste sich Marte bei der geheimen Wahl zum Präsidenten acht Gegenstimmen gefallen lassen. Die Wahl nahm er trotzdem ohne Zögern an.

 

Im Hanselgilde-Ausschuss wurden Thomas Weigle und Matteo Camellotti bestätigt, Caro Schmidt rückte neu in dieses Gremium. Ausgeschieden sind Sarah Jäckle, Valentin Baier und Michael Talmon-Groß, ebenso Elferrat Thomas Klukas. Wiedergewählt wurden die Kassenprüferinnen Manuela Marte sowie Gabi Schwarz-Böhler.

 

Unmittelbar nach den Wahlen platzte Silke Winterer der Kragen. Sie monierte, dass "das ganze Jahr über hinter den Kulissen gescholten wird und an der Hauptversammlung Friede, Freude Eierkuchen herrscht". Und hinterher werde in gleicher Weise in Grüppchenbildung wieder gestänkert. "Keiner hat den Arsch in der Hose und sagt, was ihm nicht passt. In so einem Verein will ich nicht bleiben, ich trete aus", machte sie ihrem angestauten Ärger Luft. Burkard Burkandt (Buggi) beklagte sich, dass man regelrecht betteln müsse, um die Liste für Arbeitseinsätze voll zu bekommen. Und Michael Winterer vermisste die Gemeinschaft.

Hape Marte räumte ein, dass Silke Winterer Recht habe. Wem etwas nicht passe, sollte den Mumm haben und es offen ansprechen. Das sei auch in einem Vier-Augen-Gespräch möglich. Wichtig sei, mit offenen Karten zu spielen. In einem Verein finde er nichts Schlechtes daran, wenn man nicht einer Meinung sei.

 

Zu Burkandt stellte er klar: "Mit den Leuten hier brauchst du nicht zu schimpfen, die machen ihre Arbeit." Dass man Kniefälle begehen müsse, um freiwillige Helfer für Bewirtungsaktionen zu bekommen, sei keine Eigenart der Narrenzunft Sulgen. Tatsache sei, dass Freiwillige in der Anzahl nicht zunähmen. Es genüge eben nicht, eine Liste im Zunftraum auszuhängen, wo jeder sich eintragen könne. Das funktioniere nur über persönliches Ansprechen, riet der Präsident.

 

Ralph Herzog, Wirtschafter beim AV Sulgen, sagte, einen Arbeitsplan zu erstellen, erfordere weit mehr als nur eine Stunde Zeit. Wer mit dieser Aufgabe vertraut sei, dürfe es niemand verübeln, wenn er Nein sage. Man müsse sich trauen, neue Leute anzusprechen. Mit dem Appell, dass man in der Versammlung das Problem beim Arbeitsdienst nicht lösen könne, beendete der Zunftchef die Diskussion. Die Narrenzunft sei weltoffen. Jeder habe das Recht, ein Narr zu sein und ihr beizutreten. Denn man wolle gemeinsam Fasnet machen. "Ich habe mehr als mein halbes Leben für die Narrenzunft Blut gelassen. Es würde mich freuen, wenn es nach mir besser wird", bekräftigte Marte.

Jahreshauptversammlung der Katzenzunft Hardt 2017

Veränderungen im kommenden Jahr an der Vereinsspitze

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Hardt. Am liebsten tanzen die Katzen "uff de Gass", sitzen aber nicht so gerne in der Jahresversammlung der Katzenzunft im Vereinslokal "Grüner Baum" in Hardt. So konnte sich auch nur der harte Kern um Katzenrat und Ehrenräte von Zunftmeister Jürgen Ganter noch mal an einen schönen Fasnet-Umzug mit "immer mehr Zuschauern" erinnern lassen.

 

Dafür ließen sich Vereine und kleine Fußgruppen immer wieder Neues einfallen, konnte Kritzelmeister Thomas Roming bestätigen. Etablieren konnten sich der Kinderball im Kolpingsaal und die Party mit dem Volleyballclub. Zum festen Ablauf der Fasnet in Hardt gehören die Veranstaltungen am Schmotzige, der Zunftball mit Programm, Umzug und Saalfasnet am Sonntag und das Verbrennen mit Katzentanz im Regen auf dem Schulhof.

Bei fünf Jubiläen streunten die Katzen in der Umgebung und trugen Fackeln durch Beffendorf. Beim Jahresausflug erwanderten sie sich ein Sechs-Gänge-Menü auf dem Wanderweg "Guck emol" bei Wolfach. Zeremonienmeister Roland Laufer kündigte wie Thomas Roming und seine Frau Gabi ihren Abschied aus dem Katzenrat nach dem Jubiläum im nächsten Jahr an. Sie hatte als Wirtschaftsmeisterin noch Bilanz gezogen über den Auswurf von 6600 Miesle und das Knabbern von 80 Kilogramm Pommes.

Größere Anschaffungen für die Ausstattungen der beiden Ballettgruppen und der Katzenräte führten zu einem Verlust in der Kasse. Für Säckelmeisterin Karin Bea waren jedoch "die Ausgaben notwendig und vertretbar". Über die neue Bekleidung freuen sich die 16 Mädels ohne Namen, die gerne an Umzügen tanzen und ihrem ersten Auftritt beim Zunftball entgegenfieberten, freute sich auch Leiterin Vroni Haberstroh.

 

Die elf Tänzerinnen von X-plosion trainieren schon wieder für große Auftritte beim selbst organisierten Showtanzabend zum Jubiläum der Zunft. 60 Jahre Katzenzunft wird im nächsten Jahr nach dem Rolletag am 3. und 4. Februar im Festzelt auf dem Schulhof gefeiert. Auch andere Veranstaltungen müssen im großen Zelt und teilweise in Zelten der Vereine im Narrendorf gefeiert werden, weil die Arthur-Bantle-Halle wohl ab Herbst umgebaut wird. Nach dem Jubiläum wird es zu einem Umbruch im Katzenrat kommen, denn nach dem angekündigten Rückzug von Roland Laufer, Thomas und Gabi Roming hat Franziska Fleig schon den grünen Mantel abgelegt. Es könnte sogar eine ganze Clique im Katzenrat die Fasnet in Hardt aufziehen.

 
 

Jahreshauptversammlung 2017 der Heuliecher Zunft Mariazell

Stehende Ovationen für Koch

Von - Schwarzwälder Bote
Der Vorstand mit Karl-Josef Glück, Jonas Preuss, Günter Jauch, Annette Müller und der verabschiedete Michael Koch. Foto: Schwarzwälder-Bote
 
 
Der Vorstand mit Karl-Josef Glück, Jonas Preuss, Günter Jauch, Annette Müller und der verabschiedete Michael Koch. Foto: Schwarzwälder-Bote

Sehr aktiv waren die Heuliecher in der Fasnet bei den Auswärtsterminen, lobte Michael Koch in der 58. Jahresversammlung im Sportheim Mariazell.

 

Eschbronn-Mariazell. Bei sieben Ausfahrten waren 331 Narren unterwegs.

In der Dorfmitte stellte die Zunft wieder den Maibaum auf. In diesem Jahr wurde der Baum allerdings von unbekannten bösen Buben still und heimlich über Nacht abgesägt. Büttel Manne und einige geübte Helfer stellten den Baum umgehend wieder auf, hob Schriftführer Rafael Haberstroh hervor.

Beim Sommerferienprogramm war man mit den Kindern im Narrenschopf in Bad Dürrheim. Nach dem Abstauben von Räten, Obernarren und Bürgermeister in der Mühlbachhalle wurden die Heuliecher und Hexen zu neuem Leben in 2017 erweckt. In diesem Jahr war die Zunft bei Jubiläen in Dunningen und bei den Hecke-Pfiefern dabei sowie bei Umzügen in Hardt am Rolletag, beim Freundschaftsring in Sulz und beim Kinderumzug der Narrenvereinigung in Sulgen, berichtete der Schriftführer.

 

In der Mühlbachhalle feierte man zur Nacht der Hexen eine "Hammerparty" und am Schmotzigen die Schlüsselübergabe mit dem Hemdglonkerball. Die Schnorrer berichteten wieder im Sternen von kuriosen Geschichten im Dorf und am Sonntag rollte ein großer Umzug am Rathaus vorbei.

Nach der wieder freiwilligen Schlüsselrückgabe und der guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde war es für Bürgermeister Franz Moser leicht, die einstimmige Entlastung für den Vorstand festzustellen.

Nach dem angekündigten Rückzug von Michael Koch und der vergeblichen Suche nach einem Nachfolger blieb das Amt des Zunftmeisters unbesetzt. Sein Stellvertreter Karl-Josef Glück übernimmt kommissarisch die Leitung bei den Heuliechern. Mit Annette Müller und Günter Jauch wurden zwei neue Beisitzer gewählt. Der Antrag für das 60-jährige Bestehen im Jahr 2019 die Garde wieder aufzustellen, wurde mit Freude angenommen.

Nach 25 Jahren im Ausschuss und 84 Sprüngen wurde Michael Koch mit stehenden Ovationen aus dem Amt verabschiedet und zum Obernarren bestellt. Für 100 Sprünge wurden Ursula Zehnder, Andreas Czerni und Steve Jaki geehrt, für 125 Sprünge Jürgen Ratz und für 150 Sprünge Gerhard Stern; Helmut Flaig und Richard King sprangen gar 175 Mal.

Seit 25 Jahren bei den Heuliechern sind Annette Flaig, Alexandra und Bernhard Ginter, seit 40 Jahren Rudolf Armbruster, Bernd Graf und Joachim Schaumann, seit 50 Jahren Siegfried Hils und Thomas Olipitz.

Jahreshauptversammlung Narrenzunft Aichalden

Aichhalden Hörl: "Wir brauchen wirklich alle"

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Bei den kommenden Aufgaben kann Narrenpräsident Klaus Hörl (vorne, Mitte) auf bewährte und neu gewählte Funktionäre bauen. Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder-Bote
 
 

Bei den kommenden Aufgaben kann Narrenpräsident Klaus Hörl (vorne, Mitte) auf bewährte und neu gewählte Funktionäre bauen. Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder-Bote

 

Die Narrenzunft Aichhalden wurde in ihrer Hauptversammlung im Tagungsraum der Feuerwehr von der Vergangenheit eingeholt. Auslöser für eine lebhaften Diskussion war der Kassenbericht von Franz Arnold. Der hörte sich zunächst ganz gut an.

 

Das Dorffest 2016 und der Hexenball brachten ordentlich Geld in den Säckel. Als dann der Kassierer freudig verkündete, dass die Narrenzunft seit Kurzem schuldenfrei ist und ausserdem noch einen mittleren, vierstelligen Betrag auf dem Haben-Konto zur Verfügung hat, brach jedoch alles andere als Jubel aus. Einzelne Mitglieder wollten Genaueres wissen.

 

Das Dorffest 2016 und der Hexenball brachten ordentlich Geld in den Säckel. Als dann der Kassierer freudig verkündete, dass die Narrenzunft seit Kurzem schuldenfrei ist und außerdem noch einen mittleren, vierstelligen Betrag auf dem (Haben)-Konto zur Verfügung hat, brach jedoch alles andere als Jubel aus. Einzelne Mitglieder wollten Genaueres wissen.

Sie erinnerten sich, dass die Darlehen für den Bau des Narrenstübles in Hinteraichhalden im Jahre 2013 getilgt waren, die Zunft sich dann aber erneut mit mehreren Tausend Euro mittels Bankkredit verschuldet hatte. Einzelne Elferräte, darunter der seit sechs Jahren an der Vereinsspitze stehende Zunftpräsident Klaus Hörl, versuchten Licht ins Dunkel zu bringen.

Hörl wehrte sich gegen den Vorwurf, nicht alles offen zu legen. In den vergangenen Hauptversammlungen sei stets Auskunft über die finanziellen Verhältnisse gegeben worden. Aufgrund der getätigten Tilgungen für das Narrenheim sammelte sich in den Untergruppen der Zunft ein Investitionsstau an. Des Weiteren wurde das Narrenstüble baulich erweitert, um dort das Sommerfest veranstalten zu können. Zur Unzeit flatterten den Narren auch noch Rechnungen des Kleidlesmalers ins Haus, die zum Teil sechs Jahre alt waren.

 

In der Not und Eile schossen einzelne Vorstandsmitglieder aus der eigenen Tasche Geld in die Vereinskasse, um die Rechnungen zu begleichen. Ein neuerlicher Bankkredit wurde aufgenommen, um die Verbindlichkeiten bei den Vorständen wieder abzulösen. Der Rest ist bekannt.

 

Ehrenpräsident Bernhard Broghammer bat darum, jetzt, da die Zunft auf einem guten Weg sei, nicht nach Schuldigen zu suchen. In jeder Hauptversammlung seien die Funktionäre entlastet worden. Dies war das Signal, um in der Tagesordnung fortzufahren. Kassenprüfer Jürgen Haas bescheinigte Kassierer Franz Arnold eine gewissenhafte Arbeit und empfahl die Entlastung. Auf Antrag von Broghammer wurden die Funktionäre en bloc bei drei Enthaltungen entlastet.

 

In seinem Jahresrückblick verwies Hörl auf sieben Auswärtsauftritte, bei denen die Zunft komplett angetreten war. Schöne Stunden verbrachten die Aichhalder Narren beim Jubiläum in Dunningen sowie Umzügen in Dornstetten und Urloffen bei Offenburg. Der dortige Zunftmeister zeige großes Interesse an der schwäbisch-alemannischen Fasnet. Ein Gegenbesuch mit der Meerrettich-Zunft sei bereits ausgehandelt, berichtete Hörl, der den Fasnetmontagumzug als absoluten Höhepunkt bezeichnete. Viele große und kleine Mottowagen, Hexen- und Narrenzünfte sowie Fußgruppen hätten für ein närrisches Spektakel bei frühlingshaften Temperaturen und vor zahlreichen Zuschauern gesorgt. Nachmittags habe auch vor der Halle beste musikalische Stimmung geherrscht, schwärmte er.

Bei den Neuwahlen wurden Klaus Hörl, Schriftführerin Ramona Depfenhart sowie die Elferräte Alexander Braun, Martin Nagel, Thomas Glunk, Jürgen Wössner, Franz Arnold und wiederum Klaus Hörl im Amt bestätigt. Neu in den Elferrat gewählt wurde Patrick Valente, der sich den Mitgliedern kurz vorstellte.

 

Bestätigt wurden zudem die Wahlen des Gildeausschusses in der kürzlich stattgefundenen Gildeversammlung und in der Abteilungsversammlung des Fanfarenzugs. Hörl dankte allen Gewählten für die Bereitschaft, weiterzumachen. Er erneuerte seine in der Narrenmesse am Fasnetsonntag gehaltene Predigt, wonach es dem Vorstand, dem Elferrat und allen Ausschüssen auf der Seele brenne, dass die Zunft überall Verstärkung brauche – im Hinter- wie im Vordergrund."Wir brauchen wirklich alle", bekräftigte der Zunftmeister.

 

 

Frühjahrsversammlung der Freien Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald im Sulgener "Hasen"

Die Fasnet muss bodenständig bleiben

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Oberzunftmeister Ha-Pe Marte (von links) hat mit Stefan Flaig einen neuen Kassierer, mit Sven Neuschwender und Alexandra Vondrach zwei bewährte Säckelprüfer an seiner Seite. Nach 23-jähriger Amtszeit scheidet Aldo Zandonella aus. Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder-Bote
 
Oberzunftmeister Ha-Pe Marte (von links) hat mit Stefan Flaig einen neuen Kassierer, mit Sven Neuschwender und Alexandra Vondrach zwei bewährte Säckelprüfer an seiner Seite. Nach 23-jähriger Amtszeit scheidet Aldo Zandonella aus. Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder-Bote

 

Schramberg-Sulgen. Berthold Schneider, Präsident der Föderation Europäischer Narren (FEN) in Baden-Württemberg, erinnerte bei der Frühjahrsversammlung der Freien Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald (FNMS) im Restaurant Hasen die Zunftvertreter an ihre ureigene Aufgabe.

Für die Vereine gebe es nur eines: Brauchtum erleben und hochhalten. Die Fasnet müsse bodenständig bleiben und erlebt werden wie früher. Die Vereine müssten sagen, was sie wollen, nicht die Verbände. All die Kinder und Jugendlichen, die an der Fasnet tanzen und mitmachen, das sei die Zukunft und das Gold, das man zum Weiterbestehen brauche, hob Schneider hervor.

Letztmals gab Säckelmeister Aldo Zandonella Auskunft über die Finanzen. Dass das Ergebnis mit einem Minus abschließe, sei der Kauflust von Oberzunftmeister Hape Marte geschuldet. Der habe die Bändel für den Kindernarrensprung für drei Jahre im Voraus bestellt, tadelte der Säckelmeister. Bei den Neuwahlen wurde Stefan "Stoffel" Flaig zum Nachfolger gewählt. Im Amt bestätigt wurden FNMS-Chef Marte und die beiden Säckelprüfer Alexandra Vondrach und Sven Neuschwender.

 

Die Fasnetrückblicke der Mitgliedszünfte gaben einen Einblick darüber, wo besonders schöne Stunden bei befreundeten Zünften erlebt wurden. Klaus Hörl von der Narrenzunft Aichhalden empfahl die Umzüge in Dornstetten und Rottenburg. Erstmals in seiner siebenjährigen Amtszeit als Zunftmeister habe er eine Schlüsselübergabe in einem Feuerwehrfahrzeug erlebt. Aus Sicht der Hecke-Pfiefer Locherhof, die in der Mühlbachhalle mit den FNMS-Zünften eine rauschende Geburtstagsparty zum 30-jährigen Bestehen feierten, ist dagegen beim Brauchtumsabend in St. Georgen einiges schief gelaufen. Die Gastgeber hätten sich nicht mal im eigenen Häs präsentiert. Schlechte Erfahrungen machten dort auch die Prieme Stumpe Tennenbronn, wie Gildechefin Helga Woelk verriet.

Alexandra Vondrach von der Teufels- Magdzunft Schiltach beklagte, dass junge Heranwachsende manchmal nicht wüssten, worum es bei der Fasnet gehe. Oft werde sie von ihnen gefragt, ob bei Auswärtsbesuchen das Häs zu Hause gelassen werden dürfe. "Da müssen wir noch viel Überzeugungsarbeit leisten, aber wir arbeiten fest daran", versicherte sie. Auf Hochtouren arbeitet die Katzenzunft Hardt an den Vorbereitungen für ihr 60-jähriges Bestehen am 3. und 4. Februar 2018 mit Showtanzabend und großem Umzug. Weil sich die Narren aufgrund der Sanierung der Festhalle im Zelt treffen, sagte Zunftmeister Jürgen Ganter die Ausrichtung des Kindernarrensprungs ab. Ein Ersatzgastgeber wurde spontan nicht gefunden.

Bis zur Herbstversammlung Ende Oktober, die im "Sternen" Mariazell stattfindet, will Marte dies geregelt haben. Die Idee, den Kindernarrensprung erstmals zusammen mit dem Narrenring Waldgau in Alpirsbach zu veranstalten, wurde aus logistischen Gründen verworfen. Da die Narrenzunft Aichhalden am 1. Juli ihr Sommerfest mit Lebendkickerturnier am Narrenstüble feiert, wurde der Sommertreff der FNMS in Hardt auf den 15. Juli verschoben. Vorgesehen ist eine 20 Kilometer lange Wanderung mit mehreren Verpflegungsstationen.

Auch für die Fasnet 2019 notierten sich die Mitgliedszünfte mehrere Termine, um nicht gegenseitig um die Besucher zu buhlen. Vom 11. bis 13. Januar feiern die "Hagen-Henker" Beffendorf ihr 50-jähriges Bestehen. Am 25. und 26. Januar sind die "Heuliecher" Mariazell, vom 1. bis 3. Februar die "Speckmockelzunft" Bösingen und am 15. und 16. Februar der "Hooriger Hund" in Feierlaune. Alle drei Zünfte können auf jeweils 60 Mitgliedsjahre zurückblicken.

(lh). Bei der Zunftmeisterversammlung bei Sulgens Obernarr Helmut Bergthal im "Hasen" sorgte Oberbürgermeister Thomas Herzog für Heiterkeit. Er wisse wohl, dass die Stadtverwaltung einiges dafür tue, um immer wieder Stoff fürs Narrenblättle zu liefern. Dafür bekomme er beim Umzug in Sulgen seit Neuestem sogar einen richtigen Schal, frotzelte der Oberbürgermeister. Nicht allein die Stadtverwaltung, korrigierte Oberzunftmeister Hape Marte das Stadtoberhaupt, liefere Geschichten für das Schnurren. Ein mancher Bürger und Leserbriefeschreiber bemerke erst nach sage und schreibe sieben Jahren, dass ein Auto mit Werbeschriftzug die Obernarren durch den Umzug chauffiere. Andererseits war es Marte ein Rätsel, weshalb in der Hauptversammlung der Narrenzunft Waldmössingen von einer schönen kurzen Fasnet berichtet wurde. Er müsse da mal mit Manuel Häring reden, welchen Kalender er benutzt habe. Dies veranlasste die Vertreter der Mitgliedszünfte bei ihrem Fasnetsrückblick spöttisch so zu beginnen: "Wir hatten eine schöne und lange Fasnet".

 

 

Jahreshauptversammlung der Sulzbacher Narrengesellschaft "Hooriger Hund"

"Hunde" sind gut in der Spur

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Evi Brucker (von links) mit den neuen Amtsträgern Sebastian Harbig, Mike Broghammer, Dorin Haas und Philipp Zehnder. Foto: Borho Foto: Schwarzwälder-Bote
 
 
Evi Brucker (von links) mit den neuen Amtsträgern Sebastian Harbig, Mike Broghammer, Dorin Haas und Philipp Zehnder. Foto: Borho Foto: Schwarzwälder-Bote

Die Sulzbacher Narrengesellschaft "Hooriger Hund" ist gut in der Spur. Aufgrund des großen Zuspruchs wurde die Hauptversammlung in den Saal des Gasthauses "Schwanen" auf dem Fohrenbühl verlegt

 

Lauterbach-Sulzbach. Präsidentin Evi Brucker rief ein ereignisreiches und arbeitsintensives Jahr in Erinnerung. Bei ihrem Dank gedachte sie insbesondere auch an die vielen "stillen Helfer" im Hintergrund.

Die Fasnet-Saison begann mit dem Abstauben, das erstmals im Probenraum der Sulzbacher Vereine veranstaltet wurde und des Erfolges wegen auch künftig dort stattfinden wird. Der Zeltaufbau und -abbau hat zwar gut geklappt, soll aber künftig zeitlich verlagert werden. Bei einer stattlichen Zahl Auswärtstermine zeigten sich die "hoorigen Hunde" sowohl mit Kleidleträgern, Boschelwaldhexen und Zunftballett von ihrer allerbesten Seite. Bei der "ausgesprochen schönen" Hexen-House-Party im krachend vollen Zelt mussten Gäste aus Platzgründen abgewiesen werden. Dies könne jedoch nicht Sinn und Zweck der Sache sein, aber man sei mit unangemeldeten Gastzünften regelrecht überrannt worden. Für die Zukunft wird noch an einer Lösung gefeilt, wie auch zur Unterhaltung am Nachmittag des Fasnet-Montag im Zelt. "Mit den Arbeitsdiensten an der Fasnet war ich sehr zufrieden", stellte Brucker fest. Schriftführerin Daniela Haas und Jugendleiterin Iris Köhnlein ließen abwechselnd das Jahr Revue passieren.

In Vertretung der verhinderten Oberhexe Matthias Kunz verlas deren Stellvertreter Sebastian Harbig den Bericht der Boschelwaldhexen. Bei der Hexen-House-Party sei man vom Andrang regelrecht überrollt worden. Man habe insgesamt eine erlebnisreiche Fasnet mit begeisternden Auftritt erlebt. Jede Menge Lob hatte auch Gildenmeister Gerold Fehrenbacher in petto. Sein besonderes Lob galt der großen Teilnahme am Kinderumzug. In punkto Anschaffungen sei ein extremes Jahr bewältigt worden. Fehrenbacher appellierte an die Kleidleträger, ihre Kleidle bis spätestens Weihnachten auf die Ordnungsmäßigkeit hin zu überprüfen.

 

Das sehr präzise Zahlenwerk der Kassiererin Melanie Moosmann wies per Saldo einen erfreulichen Gewinn aus, wurde aber mit der Mitteilung getrübt, sie mache wie angekündigt in einem Jahr Schluss. Den "hoorigen Hunden" stehen elf Neuaufnahmen lediglich zwei Austritte entgegen. Ehren-Präsident Erich Fehrenbacher stellte voller Freude fest, es sei zwar nicht selbstverständlich, immer alle unter einen Hut zu bekommen, doch "was Einzelne leisten ist phänomenal". Es sei alles in allem ein großer Kraftaufwand erbracht worden, bei dem das perfekte Zusammenspiel von Präsidentin Evi Brucker mit ihrem Vize Ralf Haas "Gold wert" sei. Letzterer leitete die Wahlen ein. Evi Brucker bleibt auch die nächsten beiden Jahre Präsidentin, wie auch Daniela Haas Schriftführerin, Gerold Fehrenbacher Gildenmeister, Sabine Kunz stellvertretende Jugendleiterin, Ralf Wöhrle und Birgit Müller Ausschussmitglieder, Christine Moosmann Pressewartin und Oskar Haas Kassenprüfer. Mike Broghammer löst als Vize-Oberhexe Sebastian Harbig ab, der künftig im Ausschuss mitwirkt. Die neue Hilfskassiererin heißt Dorin Haas und der neue Kassenprüfer Philipp Zehnder.

Das Jahresprogramm wird am Sonntag, 23. April, mit einer Wanderung zum Brauerei-Fest der Brauerei Ketterer in Hornberg eröffnet, bei dem auch der Sulzbacher Musikverein "Harmonie" einen Auftritt hat. Der Jahresausflug am 3. September führt zum Freizeitpark Mehliskopf mit anschließendem Besuch eines Weinfestes in Oberkirch. Nach einer kurzen Fasnet in 2018, soll in 2019 das 60. Jubiläum mit zwei Brauchtumsabenden im vereinseigenen Zelt gefeiert werden.

 

Jahreshauptversammlung der Narrengilde "Pfrieme Stumpe" 2017

Helga Wölk bleibt Chefin bei den "Pfrieme Stumpe"

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Helga Wölk bleibt Chefin der Narrengilde Pfrieme-Stumpe. Foto: Paskal Foto: Schwarzwälder-Bote
 
 
Helga Wölk bleibt Chefin der Narrengilde Pfrieme-Stumpe. Foto: Paskal Foto: Schwarzwälder-Bote

Schramberg-Tennenbronn (cp). Helga Wölk ist weiterhin Vorsitzende bei der Narrengilde Pfrieme-Stumpe. In 281 Tagen wird wieder abgestaubt.

 

Zur Hauptversammlung begrüßte die Gildemeisterin 60 Mitglieder im Café "Schwarzwaldstube". Momentan gehören 338 Mitglieder zum Verein, davon 118 aktive Narren. Wölk brachte die abgelaufene Saison nochmals in Erinnerung, die mit vielen Terminen gespickt war. Außerhalb der Fasnetssaison waren die Mitglieder beim Dorffest im Juni und fünfmal im August bei "Summerland" gefordert. Angetan war Wölk von der Showtanzgruppe "One2Step", die bei etlichen Auftritten ihr Können bewies. Erst kürzlich erreichte sie in St. Georgen-Peterzell einen beachtlichen fünften Platz unter fast nur professionellen Teilnehmergruppen. Die Nachwuchsgruppe "Hola Chicas" belegte den erfreulichen dritten Platz mit ihrer Darbietung.

Einen besonderen Dank richtete die Gildemeisterin an die Trainerinnen Jennifer Günter, Melanie Hug, Jeanette Lehmann sowie Denise Schondelmaier.

Für den Gilderat bedankte sich Wölk beim Bauhof, dem Roten Kreuz, der Feuerwehr und allen Helfern für die Unterstützung bei den Veranstaltungen. Schriftführerin Monika Moosmann erwähnte in ihrem Protokoll fünf Umzüge und neun Abendveranstaltungen während der Fasnet. Höhepunkt war das Dorffest am 18./19. Juni "Zehn Jahre gemeinsamer Weg mit Schramberg". Während der Europameisterschaft trafen sich die Fußballfans im Narrenstüble zum "Public Viewing". Zweimal wanderten die Mitglieder und beteiligten sich an der Dorfmeisterschaft im Fußball. Da das Jahr 2016 arbeitsintensiv war, organisierte Rocco Del Colle eine Hüttengaudi in Oberstaufen bei Musik, Wein und Bier. Ein Abstecher zum Weinfest in Meersburg rundete den Tag ab. Da am Fasnetsdienstag kein Umzug besucht wurde, trafen sich die Narren zu einem gemütlichen Hock im Narrenstüble. Am Abend endete die Fasnet mit Schlüsselrückgabe, Fällen des Narrenbaums und Verbrennen der Fasnet.

 

Die Kassenprüfer Andreas Günter und Achim Hölzl bescheinigten Kassiererin Lisa Moosmann korrektes Arbeiten. Bei den Wahlen wurden die Amtsinhaber Helga Wölk als Gildemeisterin und Kassiererin Lisa Moosmann für zwei Jahre bestätigt. Schriftführerin Monika Moosmann kandidierte nochmals für ein Jahr und bekam auf ihren Wunsch hin als zweite Schriftführerin Linda Dold zur Seite gestellt. Als Gilderäte helfen Julian Günter, Lothar Haas, Melina Obergfell, Yvonne Obergfell, Matthias Pfaff sowie Anna Schirling.

Bei den Ehrungen war kein langjähriges Mitglied anwesend. 40 Jahre im Verein sind: Hans Dieter Kook, Angelika Roth-Kaltenbacher sowie Gabi Thörner. 25 Jahre gehören Karin Hermann und Birgit Mutschler dem Verein an.

 

Jahreshauptversammlung der Narrengilde "Hecke-Pfiefer" 2017

 

"Verfrorenste Zunft" beim Jubiläuum

 

An der diesjährigen Fasnet feierte die Narrengilde "Hecke-Pfiefer" mit vielen befreundeten Zünften ihr 30-jähriges Bestehen. Die tolle Party wirkte in der Hauptversammlung im Sportheim noch nach.

Eschbronn-Locherhof. Vorstandssprecher Mike Schwenk zog ein durchweg positives Fazit der Geburtstagsfeier. Von einigen Zünften habe er viel Lob für die gelungene Veranstaltung erhalten. Die Beteiligung an den Arbeitsdiensten sei zudem super und die Halle hinterher schnell aufgeräumt gewesen.

Dass die Fasnets-Geburtstagsparty bereits kurz vor 2 Uhr beendet werden musste, habe seinen Grund gehabt. Dies sei vom Ausschuss beschlossen worden, weil sonst ein höherer Betrag für die Security fällig gewesen wäre. Hierfür erwarte er Verständnis, ebenso für die Anhebung der Altersbegrenzung für Nicht-Hästräger auf 18 Jahre.

In Problemfällen könnten die Vorstände haftbar gemacht werden und für so eine Situation wolle das Dreiergremium nicht geradestehen, erklärte Schwenk.

 

Bei insgesamt 15 Terminen hätten die "Hecke-Pfiefer" mit rund 100 Hästrägern ihr Brauchtum und den Ortsteil Locherhof repräsentiert und eine schöne Fasnet erlebt.

Jörg Neuschwender, Kevin Schwenk und er seien bei allen Veranstaltungen dabei gewesen. Holger Schwenk, Daniela Kobel und Christine Scheck hätten nur einmal gefehlt, lobte der Gilde-Chef.

Der Bericht von Schriftführerin Daniela Kobel verdeutlichte, dass die Narrengruppe auch außerhalb der Fasnet sehr aktiv ist. So zum Beispiel bei der Teilnahme am Kinderferienprogramm mit einem Kegel-Nachmittag, beim Getreide ernten und "Pfiefle" schnitzen. Beim Jubiläum der Holzäpfelzunft Dunningen mussten die Hecke-Pfiefer mangels Platz im Festzelt den Freundschaftsbaum bei klirrender Kälte im Freien schmücken. Bei der Prämierung siegten sie in der Kategorie "Verfrorenste Zunft" und erhielten als Trostpreis zwei Paar Warmhalte-Einlegesohlen. Dass die Städter nicht so gut Fasnet feiern können wie die Dörfler, erfuhren die Hecke-Pfiefer in St. Georgen, wo sich jeder auf die Heimfahrt freute.

Bei der Kandidatur für das Schriftführeramt vor einem Jahr sei ihr durchaus bewusst gewesen, dass übers ganze Jahr viel Arbeit anfalle. Mit einer Flut von E-Mails und Briefen für Einladungen, teilweise zwei bis drei Jahre im Voraus, habe sie jedoch nicht gerechnet. Ein Missgeschick sei ihr bei der Geisterstein-Hexentaufe passiert. Erst hinterher habe sie beim nochmaligen Lesen der E-Mail bemerkt, dass sie den letzten Absatz mit der Einladung zum Zunftmeisterempfang übersehen hatte. Sie habe sich bei den betroffenen Personen entschuldigt und werde künftig die elektronische Post genauer lesen, räumte die Kritzelmeisterin ein.

Bei den Neuwahlen wurden Vorständin Christine Scheck, Kassiererin Anette Delac, die Kassenprüfer Kevin Schwenk, Volker Kopp und Holger Schwenk, die Beisitzer Matthias Stein, Nicole Hug, Nicole Blechschmidt sowie Jörg Neuschwender im Amt bestätigt. Für den ausscheidenden Beisitzer Holger Linder rückte Sandro Binnig nach. Neue Kleidleswartin ist Yvonne Schwenk, nachdem Caroline Rapp sich nicht mehr zur Wahl stellte.

Am Sonntag, 30. April, steht für die Hecke-Pfiefer wieder das Schmücken des Maibaums im Kalender. Danach beginnen auch schon die Tanzgruppen mit den Proben für die nächste Fasnet.

Vorausblickend wies Vorstand Mike Schwenk auf die Ausrichtung der Hauptversammlung der ENV (Europäische Narrenvereinigung) am 18. April 2018 in der Mühlbachhalle Mariazell hin. die Hecke-Pfiefer sind Gastgeber.

 
 

Eschbronn Tal der Gesetzlosen und schüchterne Weiber

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Berthold Schneider (rechts) überreicht Mike Schwenk die Urkunde zum 30. Geburtstag. Fotos: Herzog Foto: Schwarzwälder-Bote
 
Berthold Schneider (rechts) überreicht Mike Schwenk die Urkunde zum 30. Geburtstag. Fotos: Herzog Foto: Schwarzwälder-Bote

Ein Zunftmeisterempfang ist für manchen Narrenchef immer eine gute Gelegenheit, mit gespickten Reimen in Fettnäpfchen zu treten und doch niemand zu beleidigen.

 

Eschbronn-Locherhof.Bevor die Hecke-Pfiefer ihren 30. Geburtstag in der Mühlbachhalle feierten, wurde im Gemeindehaus St. Markus nebenan ordentlich "vorgeglüht". Hecker-Pfiefer-Vorstand Mike Schwenk freute sich über zahlreichen Besuch und erinnerte an die Gründungszeit im März 1987. Er dankte seinen Vorgängern Peter Rapp und Frank Rapp, die viele Jahre die Gilde mit viel Herzblut geführt hätten. Geehrt wurden die Gründungsmitglieder Annette Delac, Udo Rapp, Holger Schwenk, Reinhold Hauser, Reiner Scheck, Peter Rapp, Annegret Kopp, Norbert Swoboda, Frank Berger, Ulrike Lobert und Volker Rusch mit einem Bildband und dem Pfiefle-Orden.

Bürgermeister Franz Moser versicherte, dass in seiner Gemeinde Anstand und Gemeinsinn tief verwurzelt seien und man sich gegenseitig nicht "Seckel" heiße. Das Hecke-Pfiefer-Kind sei erwachsen geworden. Wer dies nicht glaube, müsse zum Schnorren kommen. "Weil’s die AH sonscht kaum verschnauft, hend mir kei größere Mühlbachhalla kauft. Als Zivilischt muasch nämlich ganz bald ­astanda, drum wollt letzscht Samschdig hier scho einer landa." Für Bruchpiloten gelte das gleiche wie bei Narren, "ohne einen Tropfen Sprit funktioniert dia Fasnet nit."

In Hochform präsentierte sich Oberzunftmeister Hape Marte als Chef der Freie Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald. Mit einer launigen Büttenrede spannte er einen närrischen Bogen über alle Mitgliedszünfte.

 

Launige Büttenrede

Beim Blick in die Runde sah er "Männlein und Weiblein gekleidet in edlem Zwirn und nem vornehma Deckel uff de Birn. Mit Glitzer, Klimber, Pins und Orde, es scheint, aus eich isch ebbes worde". Vor 30 Jahren hätten verrückte Leute in Locherhof recht Närrisches im Schilde geführt und eine Narrengilde gegründet. "Doch Vorsicht, auch im alte Rom gab’s nen Triumvirat mal schon. Do hot dia Stimmung sich gwendet und zwei hen uff’m Schlachtfeld gendet", warnte Marte.

Die Heuliecher kenne man, den Rotsee kaum. Aber alle wüssten, dass es in Zell Hexen gebe. Dem Baronen-Chef aus Lackendorf empfahl Marte eine Hausratversicherung, damit das Dorf bei 46 Gardemädchen und vielen Narren vor Einbrechern sicher sei. In Sulzbach wache dafür vor jedem Haus ein Riesenhund. Im Tal der Gesetzlosen und schönen Mädchen (Tennenbronn) gebe es manch geheime Pfade. Die habe schon sein Großvater für eine Heirat genutzt.

Die Schiltacher Narren bezeichnete der Oberzunftmei­ster als Grenznomaden, mal in Württemberg und mal in Baden.

In Aichhalden wollten trotz des gut aussehenden Präsidenten keine Frauen in den Elferrat. Die Fasnet unterm Römerkastell in Waldmössingen sei geordnet und nicht kommerziell, und im Land der Dichter und Denker gebe es stolze Hagenhenker (Beffendorf). "Esset a Wurscht, von ganz alloa kunnt der Durscht. Werfet’s Geld naus ohne banga, sonscht müsset dia Locherhofer wieder Vögel fanga", frotzelte Marte.

Präsident Berthold Schneider überbrachte die Glückwünsche der Föderation Europäischer Narren (FEN) Baden-Württemberg. Nicht die Gründung, sondern der Erhalt eines Vereins erfordere viel ehrenamtliches Engagement und Durchhaltevermögen. Er überreichte an verdiente Funktionäre FEN-Jahres- und Reversorden sowie den Stern von Europa.

 

Eschbronn Vierstündiges Feuerwerk aus Kraft und Liebreiz

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Spaß auf und neben der Bühne gibt es beim Brauchtumsabend der Hecke-Pfiefer. Foto: Herzog
 
 
Spaß auf und neben der Bühne gibt es beim Brauchtumsabend der Hecke-Pfiefer. Foto: Herzog

Eschbronn-Locherhof - Keine Frage, die Narrengilde der Hecke-Pfiefer aus Locherhof bereichert die örtliche Fasnet. Dies bewiesen sie beim Brauchtumsabend zum 30-jährigen Bestehen in jeder Hinsicht.

 

Zusammen mit den acht Mitgliedszünften der Freien Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald, den Gästen aus Waldmössingen, Beffendorf, Bösingen, den Geistersteinhexen Locherhof und Schoaf-Hexen Weiler feierte der Jubel-Narrenverein eine rauschende Geburtstagsparty in der rappelvollen Mühlbachhalle Mariazell.

Auf der Bühne gaben sich knapp vier Stunden lang Hästräger, Ballettgarden und Showtanzgruppen die Klinke in die Hand und sorgten mit ihren Darbietungen für beste Unterhaltung. Wie es einem Gastgeber gut zu Gesicht steht, eröffneten dessen Narrenfiguren mit dem Marsch auf die Bühne den Programmreigen. Mit "Hallo Martin, willkommen in eurer Halle" begrüßte Hecke-Pfiefer-Vorstand Mike Schwenk augenzwinkernd seinen Amtskollegen der Patenzunft Mariazell, Michael Koch.

Die Heuliecherzunft überraschte mit einem originellen Geschenk in Form eines hölzernen Rednerpults. Schwenk versicherte, dieses in Ehren zu halten und zu pflegen, wie auch die seit der Gründung andauernde Freundschaft.

 

Die Jugend-Hexensportgruppe der Narrenzunft Aichhalden begeisterte mit einer Turnakrobatik-Show, die ihresgleichen sucht. Salti, Hechtsprünge und gewagte Hexenpyramiden entlockten dem staunenden Publikum des öfteren Sonderapplaus. Als "Spezial Guests" gratulierten die "Mad Moves" aus Mariazell, die die Bühne mit Liedern von Michael Jackson rockten.

Dass die Fasnet die geeignete Plattform bietet, um Privates auszuplaudern, musste Tennenbronns ehemaliger Narrengilde-Chef Udo Reinke über sich ergehen lassen. Und so bekam er zum 53. Geburtstag ein Ständchen von geschätzten 500 Besuchern gesungen, wozu seine Nachfolgerin Helga Woelk aufgefordert hatte. Wie vielen Freunden er im Laufe des Abends ein Schnäpsle spendierte, ist nicht bekannt.

Spätestens als die Schoaf-Hexen aus Weiler bei ihrem Hexentanz auf den Mallorca-Song von Lorenz Büffel ("Johnny Däpp") ihre Hüften schwangen, gab es im Publikum kein Halten mehr. Es wurde gesungen, geklatscht und gute Laune in der Halle und den Bars verbreitet.

Die Tanzfreudigen stürmten die Bühne, es herrschte ausgelassene Stimmung, die die DJs Reiner und Frank mit weiteren Ballermann-Hits wie "Die immer lacht", "Joana" und "Hulapalu" bis weit nach Mitternacht anheizten.

 

Schramberg Die kürzere und knackige Umzugsstrecke hat sich bewährt

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Teilweise Veränderungen hat es bei der Narrenzunft Sulgen im Elferrat und Hanselgilde gegeben. Thomas Weigle (von links), Sascha Bopp, Ralph Herzog, Rainer Hils, Präsident Hape Marte, Sonja Baier, Denise Maier, Marianne Dierberger und Sonja Kaiser. Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder-Bote
 
 
Teilweise Veränderungen hat es bei der Narrenzunft Sulgen im Elferrat und Hanselgilde gegeben. Thomas Weigle (von links), Sascha Bopp, Ralph Herzog, Rainer Hils, Präsident Hape Marte, Sonja Baier, Denise Maier, Marianne Dierberger und Sonja Kaiser. Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder-Bote

Schramberg-Sulgen. Muss sich die Narrenzunft Sulgen bald einen neuen Präsidenten suchen? Zumindest deutete Hape Marte in seinem Jahresbericht an, nicht ewig an dem Amt kleben zu wollen.

 

Hinsichtlich des kurzfristigen Termins für die Hauptversammlung im Gasthaus Hasen gelobe er Besserung für "meine letzte oder zweitletzte Hauptversammlung", ließ der Zunftchef Raum für Spekulationen und hatte zumindest eines erreicht: Es wurde mucksmäuschenstill im Lokal.

Marte erinnerte an den 17. Kindernarrensprung der Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald in Lackendorf, bei dem die kleinen Narren ihren Spaß hatten. Dass immer mehr Narrenringe eine solche Veranstaltung in ihr Programm aufnähmen, lasse für die Zukunft der ursprünglichen Fasnet hoffen. Schlechte Erinnerungen hatten die Sulgener Narren beim völlig verregneten Narrentreffen in Hettingen. Entschädigt wurden sie beim 30. Geburtstag der Berghexen. "Das Treffen war ohne Wenn und Aber super organisiert", hoffierte Marte die Berghexen.

Beim sehr gut besuchten Bürgerball seien die Mühen der meist eigenen Bühnenakteure belohnt worden, denn das Publikum sei über das dargebotene Programm begeistert gewesen. Erfreulich sei zu beobachten, dass auch wieder mehr Jüngere den Weg auf die Narrenbühne fänden.

 

Wieder mehr Nachwuchs auf der Narrenbühne

Die kürzere und knackige Umzugsstrecke am Fasnetssonntag bewähre sich besonders in der Gartenstraße, in der Narrentreffen-Stimmung pur geherrscht habe, resümierte der Präsident zufrieden.

Säckelmeisterin Sonja Weißer präsentierte den Mitgliedern zur Freude einen Kassenbericht mit tiefschwarzen Zahlen, womit sich das Jubiläumsjahr 2015 trotz hoher Ausgaben für Investitionen in Musik-Uniformen, Busfahrten und Straßenfasnet lohnte.

Bei den Neuwahlen wurden die Elferräte Sonja Baier, Sonja Weißer und Sascha Bopp in ihrer Funktion bestätigt. Ulrich Schäfer stellte sich aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Wahl. Für ihn rückte Thomas Weigle ins Gremium. Da Schäfer gleichzeitig stellvertretender Zunftpräsident war, wurde Sonja Baier zu seiner Nachfolgerin gewählt. Sie ist zudem Programmchefin für den Zunftball und Bürgerball.

Auch beim Hanselgilde-Ausschuss gab es personelle Veränderungen. Ralph Herzog bat ebenfalls aus beruflichen Gründen um eine Ablösung. Seinen Posten übernahm Denise Maier. Herzog bleibt "Verbindungsoffizier" zwischen Zunft und Athletenverein an den fasnetlichen Hallen- und Hüttentagen. Marianne Dierberger, Sascha Bopp und Rainer Hils als stellvertretender Gildemeister machen noch zwei Jahre weiter. Ebenso Kassiererin Sonja Weißer.

Nach zehnjähriger Tätigkeit als Gildemeister sah auch Sascha Bopp die Zeit reif für einen Wechsel. Er wurde von Thomas Weigle beerbt. Wie Präsident Hape Marte verriet, habe Bopp in der Gildemeisterhistorie am längsten amtiert. Von Anfang an sei er wie sein Vorgänger Udo Kern in der Vorfasnetzeit in den Grundschulen unterwegs gewesen, um Narrenkleider und die Geschichte der Zunft den Kindern zu vermitteln, hob Marte hervor. Nach überstandenem längerem Applaus zog Bopp ein positives Resümee. Er habe in all der Zeit eine gute Zusammenarbeit erfahren und werde seinen Nachfolger unterstützen, sicherte Bopp zu.

Vorausblickend wies der Präsident auf die Weihnachtsfeier morgen, Samstag, 26. November, im Vereinslokal "Paradies" und den Besuch des Weihnachtsmarkts von Kleider-Fischer in Schweighausen am 3. Dezember hin. Abfahrt an der Festhalle ist um 13 Uhr, der Fahrpreis beträgt zehn Euro. Das traditionelle Abstauben am Dreikönigstag (6. Januar) erfolgt nach mehrjähriger Pause wieder im Gasthaus Hasen.

Der Countdown
 
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Jahreshauptversammlung 2016 der Baronengilde Lackendorf

 

Bericht des Schwarzwälder Bote

 

Dunningen Ein Laster füllt die Lücke

Von
 
Verdiente und treue Mitglieder der Baronengilde: Annerose Klomfar (von links), Präsident Berthold Schneider, Alwin Staiger, Oliver Keller und Jürgen Bauer Foto: Reichert Foto: Schwarzwälder-Bote

Ehrungen langjähriger und verdienter Mitglieder standen bei der Hauptversammlung der Lackendorfer Baronengilde an.

Dunningen-Lackendorf. Alwin Staiger, Vorsitzender der Lackendorfer Baronengilde, blickte in seinem Bericht auf ein anfangs sehr reges, in der Folge jedoch ruhigeres und erfolgreiches Vereinsjahr zurück. Die Christmas-Party sei gut verlaufen und solle auf Dauer fest etabliert und ausgebaut werden. Alle Ausfahrten seien gut besucht gewesen und auch das Kindernarrentreff der freien Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald sowie die Goaschterparty anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Härle-Goaschter bezeichnete Staiger als Erfolg. Die Fasnet in Lackendorf mit dem Senioren- und Baronenball sei nicht minder gut angenommen worden.

Leider sei allerdings der Goaschterwagen mit einem Deichselbruch endgültig ausgefallen, sodass zwischenzeitlich ein Lastwagen mit Kofferaufbau gekauft worden sei. Es stünden aber noch viele Arbeiten daran an. Dieser Investition schrieb Kassiererin Gabi Benner das Minus des abgelaufenen Jahrs zu. Das bestätigten auch die Kassenprüfer Birgit Wenger und Mark May.

Als Höhepunkt des Vereinsjahres der Baronengilde bezeichnete der Vorsitzende das Abschneiden der beiden Gruppen beim Garde- und Showtanz-Wettbewerb in Beffendorf mit zwei ersten Plätzen. Stolz verkündete er abschließend, dass für die kommende Saison bereits drei Garden in den Startlöchern stehen. 40 Kinder und Jugendlichen würden dabei betreut.

 
 

Annerose Klomfar blieb sich auch in ihrem 36. Schriftführerbericht treu und ließ kein einziges Ereignis der vergangenen Saison aus. Amtsverweser Peter Schumacher lobte, dass die Baronengilde das Brauchtum auch in Schule und Kindergarten trage sowie andere Vereine unterstütze –­ wie etwa die Holzäpfelzunft beim Jubiläum im nächsten Jahr.

Danach leitete Ortsvorsteher Hermann Hirt die Wahl des Vorsitzenden Alwin Staiger. Bei den weiteren Wahlen erhielten Kassiererin Gabi Benner, die Beisitzer Heiko Storz, Florian Maier, Fabian Bihl und Christina Hirt für Sabrina Braunschweiger das Vertrauen ausgesprochen.

Anlässlich der Hauptversammlung wurden Jürgen Bauer, Oliver Keller, Myriam Siewert, Bettina List und Jessica Benner für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. Weitere Ehrungen vollzog Berthold Schneider, Präsident der europäischen Narrenvereinigung in Baden-Württemberg für Annerose Klomfar mit dem Europa-Narr in Silber und Alwin Staiger mit dem Hirsch von Württemberg.

 
 
 

Moderatorin kommt nicht zu Wort

22. Zunftmeisterversammlung der Freien Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald

 

Von Schwarzwälder-Bote 26.05.2016 - 20:40 Uhr

Die Zunftmeister und Vorstände der Mitgliedsvereine des Narrenrings Mittlerer Schwarzwald mit Oberzunftmeister Hape Marte (Achter von links) stehen für Brauchtum an der Fasnet. Foto: Herzog

 

Von Lothar Herzog

Lauterbach-Sulzbach. Die Tennenbronner Narren sind ein Paradebeispiel, wie Vereinszusammenhalt funktioniert. Gildemeisterin Helga Woelk hat als Standesbeamtin kürzlich gleich drei Mischehen zwischen Linde-Wieble, Kappelgeist und Pfrieme-Stumpe getraut.

Die 22. Zunftmeisterversammlung der Freie Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald (FNMS) im Vereinsraum des Hoorigen Hunds Sulzbach brachte viel Amüsantes der zurückliegenden Fasnet und drumherum ans Tageslicht.

 

So wurde dem Büttel der Heuliecherzunft Mariazell, Manfred Flaig, vorgeworfen, er habe beim Umzug in Ettenheim als Interviewpartner eine große Show abgezogen und die Reporterin kaum zu Wort kommen lassen. Ihre erste Fasnet als Zunftmeisterin des Hoorigen Hunds hat Evi Brucker ohne Mühe gemeistert. Ein schönes Narrenfest mit Kindernarrensprung der FNMS feierten die Härlegoaster der Baronengilde Lackendorf zum 25-jährigen Bestehen. Bei den Katzen-Rolle auf dem Hardt erfreut sich nach Auskunft von Karin Bea der Schmotzige Dunnschdig immer größere Beliebtheit. Erstmals war die junge Narrengruppe der Steinreute-Teufel dabei.

 

Bei der Saublitz-Zunft Aichhalden bedauerte Zunftchef Klaus Hörl, dass das Werben um Elferrätinnen erfolglos geblieben sei. Sulgens Präsident Hape Marte freut sich über die Übernahme des Gasthauses Hasen durch Obernarr und Klein-Paris-Wirt Helmut Bergthal. Mit der Möglichkeit, auch nach Mitternacht noch eine warme Mahlzeit zu bekommen, werde besonders den Vereinen ein lukratives Angebot nach Training, Musikprobe und Wettkampf unterbreitet.

Säckelmeister Aldo Zandonella wies in gewohnt akribischer und humorvoller Darstellung ein kleines Plus im Säckel aus, wozu auch eine Cent-Spende beigetragen hat. Trotz drängender Nachfragen gab der Säckelmeister den Namen des Spenders nicht preis. Säckelprüfer Sven Neuschwender beklagte sich, weil die Kassenprüfung mangels Räumlichkeiten erstmalig im Stehen erfolgte.

 

Bei den Neuwahlen wurden die stellvertretenden Oberzunftmeister Udo Reinke und Erich Fehrenbacher, Kritzelmeister Guido Kopp sowie die beiden Säckelprüfer Alexandra Vondrach und Sven Neuschwender für eine weitere Amtszeit von zwei Jahren bestätigt.

 

Eine Einladung zum 35-jährigen Bestehen der Freien Narrenvereinigung Waldgau am 4. Juni in Beffendorf erhielten die Vorstände von Waldgau-Boss Franz Kern. Gastgeber des Sommertreffs 2016 für ehemalige Aktive in den FNMS-Zünften ist am 23. Juli ab 14 Uhr die Teufels- und Magdzunft Schiltach.

 

Geklärt werden muss noch, ob der 17. Kindernarrensprung der FNMS die befreundete Holzäpfelzunft Dunningen aus Anlass ihres 111-jährigen Bestehens in 2017 ausrichtet, oder die Narrenzunft Sulgen.

 

Etwas zu feiern haben im kommenden Jahr auch die Hecke-Pfiefer Locherhof, die sich vor 30 Jahren gründeten. Doppelt so alt wird die Katzenzunft Hardt im Jahr 2018 wird. Aichhaldens Ehrenpräsident Bernhard Broghammer stellte den Unterschied zwischen einem Geburtstag und einem Jubiläum heraus. Letzteres werde erst ab 25 Jahre und in Folge in 25-er Schritten gefeiert. Alles andere seien Geburtstage. Bestehe ein Verein 100 und mehr Jahre, dürfe dies auch mal anders gesehen werden, räumte Broghammer ein. Um die Erstellung einer eigenen Fahne der FNMS wird sich die Heulicher-Zunft Mariazell kümmern, die in ihren Reihen eine Mediengestalterin hat.

Eschbronn Das große Stühlerücken läuft problemlos ab

Von Schwarzwälder-Bote 01.05.2016 - 21:34 Uhr

 

Eschbronn-Mariazell (sf). Auf ein "aktives Vereinsjahr" und eine programmreiche Fasnet blickte der Zunftmeister der Heuliecherzunft, Michael Koch, in der Mitgliederversammlung zurück. Nicht nur die Eschbronner Fasnet wurde erfolgreich mit Veranstaltungen bereichert, auch im Umland habe man sich bestens präsentiert.

 

Die umfangreichen personellen Veränderungen im Vorstand und im Ausschuss liefen reibungslos ab. Wie dem Bericht der Schriftführerin An­drea King zu entnehmen war, pflegten die Heuliecher auch in der vergangenen Fasnetsaison mit Hemdglonkerball, dem Narrenblättleverkauf und der traditionellen Schlüsselübergabe das Brauchtum in der Gemeinde.

 

Durch die erfolgreichen Veranstaltungen wurde ein Kassenüberschuss erwirtschaftet, wie Kassiererin Maggy Preuss berichtete. Sowohl Koch als auch Bürgermeister Franz Moser lobten, dass die Zunft mit ihren 286 Mitgliedern ein "tolles Bild nach außen" abgegeben hatte.

Besonders der Auftritt des Büttels Manfred Flaig bei einer SWR-Übertragung, als er "die Reporterin kaum mehr zu Wort kommen ließ", war vielen in Erinnerung geblieben. Moser habe es "als Bürgermeister stolz" gemacht, dass die Zunft bei der Übertragung des Narrentreffens in Ettenheim "aus der Masse hervorgetreten" sei.

 

Einen Umbruch kündigte Koch bereits im Vorfeld der Wahlen an. So wählte die Versammlung Karl Josef Glück einstimmig zum zweiten Zunftmeister. Er löst Stefan Flaig ab, der sich nicht mehr zur Wahl stellte. Maggy Preuss bleibt für zwei Jahre Kassiererin, auch Gildemei­ster Meik Heilmann wurde in seinem Amt bestätigt. Andrea King gibt ihr Amt als Schriftführerin an Rafael Haberstroh ab, Thomas Lörcher folgt als zweiter Kassier auf seinen Vorgänger Thomas Staiger. Anette Flaig und Heike Reuter wurden als Kassenprüferinnen wiedergewählt.

In besonderer Weise bezog sich der von Koch angekündigte Umbruch auf den Ausschuss. Mit Mathias Ebert, Thorsten Müller und Manfred Flaig für jeweils drei Jahre sowie Joachim Jauch, Isabelle Bea, Jonas Preuss und Manuel Bosch als "Vorspringer" sowie Andreas Czerny als "Oberhexe" für jeweils zwei Jahre wählte die Versammlung acht neue Ausschussmitglieder.

 

Den ausscheidenden Beisitzern und Vorstandsmitgliedern sprach Michael Koch seinen persönlichen Dank für ihr langjähriges Engagement aus und würdigte ihre Arbeit in der Zunft.

 

Jahreshauptversammlung der Pfrieme-Stumpe Tennenbronn

Schramberg Wölk bleibt weiter an der Spitze

Von Schwarzwälder-Bote 20.04.2015 - 09:27 Uhr

 

Schramberg-Tennenbronn. An eine "harmonische und lustige Fasnet" erinnerte Gildemeisterin Helga Wölk bei der 43. Jahresversammlung der Pfrieme-Stumpe in der "Linde" in Tennenbronn.

Die Narrengilde konnte das 15-jährige Jubiläum ihrer Linde-Wieble in einer "brechend vollen Festhalle mit begeisterten Gästen" feiern. Schriftführerin Monika Moosmann berichtete von der Teilnahme der Narren an fünf Umzügen, drei Fackelumzügen mit Brauchtumsabend und einem Kinderumzug am Rolletag in Hardt; dazu kamen die eigenen Saalveranstaltungen und der Umzug im Dorf.

 

In den beiden Tanzgruppen waren 25 Mädchen bei der Stange zu halten, um gute Platzierungen bei Showtanzabenden zu verzeichnen. Dagegen hatten die lange erfolgreichen "Crazy Dancers" mit einer Superparty und zehn Tanzgruppen ihren Abschied vom Showtanz gefeiert. Seit sieben Jahren bewirtet die Gilde beim Summerland am Gästetreff und beteiligte sich auch bei der Fußball-Dorfmeisterschaft der Vereine.

 

Mit einer Schnapszahl zum Kassenstand eröffnete Kassiererin Helga Moosmann ihren ersten Bericht. Investitionen für die Renovierung im neuen Narrenstüble führten zu einem Verlust in der Vereinskasse, die aber laut Kassenprüfer "einwandfrei geführt wurde".

 

An Fasnet werde "die gewohnte Ordnung außer Kraft gesetzt", erinnerte Ortsvorsteher Klaus Köser an Schule stürmen, Schlüsselübergabe und die anschließende Kinderparty im katholischen Pfarrsaal. In den Tagen danach werde die "unverwüstliche Fasnet" von den Vereinen gemeinsam im Narrendorf gefeiert. Nach den einstimmigen Entlastung für den Vorstand wurde der Gilderat ebenso eindeutig bestätigt: Helga Wölk als Gildemeisterin, Monika Moosmann als Schriftführerin im 30. Amtsjahr, Monika Moosmann als zweite Kassiererin und Winfried Lehmann als Zeugwart. Im Gilderat sind zur besonderen Verwendung Rocco del Colle, Lothar Haas, Matthias Pfaff, Yvonne Obergfell, Anna Schirling und Julian Günter; Aktivenvertreter sind Melanie Hug, Nicole Obergfell, Rafael Moosmann und Joy Obergfell.

 

Für 25 Jahre Mitgliedschaft ehrte Helga Wölk Lothar Haas, Silvia King und Martina Obergfell; seit 40 Jahren springen Walter Breithaupt, Feo Fichter, Melanie Günter, Peter Kunz, Elisabeth Laun, Barbara Lehmann, Petra Moosmann und Martina Wolber. Die Dorfputzete am kommenden Freitag wollen die Narren ernst nehmen, aber dann wieder Spaß haben beim Ausflug in die Enzianhütte in Oberstaufen.

Jahreshauptversammlung Narrengilde Hecke-Pfiefer

Sprudelndes Zentrum des Brauchtums

Von Schwarzwälder-Bote 30.03.2015 - 18:23 Uhr

 

Von Christoph Ziechaus

Eschbronn-Locherhof. Mit dem neuen Dorfbrunnen haben die Hecke-Pfiefer in Locherhof ein nicht immer sprudelndes Zentrum für die Pflege ihres Brauchtums.

Bei der Jahresversammlung der Narrengilde im Sportheim Locherhof wurde die Ortsmitte mit dem Dorfbrunnen von allen Sprechern erwähnt.

Der Kassierer rechnete die Kosten vor und die Schriftführerin erinnerte an die Geldbeutelwäsche, zu der das Wasser lief, wie der Vorsitzende zufrieden feststellte. Die Brunnenputzer fanden die Technik zum Wasser nachfüllen schwierig, während Bürgermeister Franz Moser eine "komplexe Technik" wirken sah. "Der Brunnen läuft meistens", erinnerte Frank Rapp an die Einweihung des Dorfplatzes.

 

Auch an der Fasnet lief alles sehr gut, wie beim "schönen Hecke-Pfiefer-Ball" und beim Kinderumzug. Für die Hecke-Pfiefer begann die Fasnet mit dem gemeinsamen Schnitzen von 150 Pfeifen und dem Dreschen auf dem Dorfplatz, berichtete Gildemeister Mike Schwenk, der auch zehn Pfiefer ehrte, die bei allen Veranstaltungen dabei waren.

Den 25. Ball und die 22. Kinderfasnet hob Schriftführerin Sandra Kopp hervor, wie auch das neue Lager der Zunft.

 

Das Engagement der Hecke-Pfiefer und der Geistersteinhexen habe "den Dorfplatz zu einem Schmuckstück gemacht", lobte Franz Moser auch die gute Zusammenarbeit der Vereine, als "Meister des Netzwerkens". Für die Arbeit des Vorstands konnte er einstimmige Entlastung feststellen.

 

Bei den Wahlen löste Christine Scheck den stellvertretenden Vorsitzenden Jan Bochinger ab. Bestätigt wurden Annette Delac als Kassiererin, Mike Schwenk als Gildemeister und Caroline Kopp als Kleidlewartin. In den Ausschuss wurden Holger Linder, Stefan Weisser, Jörg Neuschwender, Nicole Hug und Matthias Stein gewählt, zu Kassenprüfern Volker Kopp, Holger Schwenk und Kevin Schwenk.

 

Nach Absprache mit dem Amtsgericht änderten die Mitglieder einstimmig die Satzung, die jetzt "mindestens zwei, maximal drei gleichberechtigte Vorsitzende" ermöglicht. Die erste Beitragserhöhung wurde beschlossen auf 20 Euro für Aktive, 15 Euro für Passive und 18 Euro für passive Paare.

 

In die Reihen der Aktiven neu aufgenommen wurden Annalena Haas, Andrea Lehmann, Ivana Nad, Lukas Scheck und Stefan Weisser. Für den Maibaum kündigte Frank Rapp neue Tafeln der Vereine an.

 

Schramberg Jubiläums-Einsatz nicht für die Katz

Schwarzwälder-Bote, 02.12.2015 18:52 Uhr
 
 
Bei der Narrenzunft Sulgen gibt es ein paar neue Gesichter in Vorstand und Ausschuss. Von links: Thomas Weigle, Michael Talman-Gros, Klaus Müller, Birgit Schuler, Manuela Marte, Nicole Uhl-Gennaro, Hape Marte und Rainer Hils. Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder-Bote

Bei der Narrenzunft Sulgen gibt es ein paar neue Gesichter in Vorstand und Ausschuss. Von links: Thomas Weigle, Michael Talman-Gros, Klaus Müller, Birgit Schuler, Manuela Marte, Nicole Uhl-Gennaro, Hape Marte und Rainer Hils. Foto: Herzog

 
von Lothar Herzog
Schramberg-Sulgen. In der Hauptversammlung im Gasthaus "Paradies" in Hintersulgen schwor der Narrenchef die Mitglieder darauf ein, Traditionen der schwäbisch-alemannischen Fasnet zu bewahren. Er habe kein Verständnis, wenn Gaumitglieder das Abstauben "aus trinktechnischen Gründen" auf den 5. Januar vorverlegen wollten. "Wir haben fünf Jahreszeiten und brauchen keine sechste", rügte Marte.
 

Rückwirkend bezeichnete er das Jubiläum zum 75-jährigen Bestehen in 2014 als Meilenstein in der Geschichte der Zunft. Die Erfahrung zeige, dass nach einem Jubiläum, ob gelungen oder nicht, der Verein oft nicht mehr derselbe sei. Auch bei der Narrenzunft Sulgen hätten personelle Wechsel akzeptiert werden müssen, wenn dies der Fall gewesen wäre.

Sein Dank gelte all jenen, die sich trotz nicht alltäglicher Arbeitszeiten und Jobs diesem Freizeitspaß noch aussetzten. Man sollte sich auch nicht selbst schlecht reden. Wer außer der Narrenzunft sei in der Lage, eine Halle in dieser Größenordnung zu bewirten und beim Bürgerball ein zumeist mit eigenen Akteuren besetztes Programm auf die Beine zu stellen, der alljährlich den Höhepunkt der einheimischen Fasnet darstelle. Genauso wichtig seien natürlich die Macher hinter den Kulissen, hob der Narrenchef hervor. Vor allem freue es ihn, dass wieder mehr und jüngere Personen den Weg auf die Narrenbühne fänden.

Das Sulgener Zunft-Jubiläumsjahr habe sich auch finanziell gelohnt und die geleistete ehrenamtliche Arbeit sei nicht für die Katz gewesen.

Mit dem 15. Kindernarrensprung der Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald habe 2015 zum 175. Jubiläums der Gemeinde Hardt ein Kinderrolletag stattgefunden. Dies habe dem Narrensamen sehr viel Spaß bereitet. Dass immer mehr Narrenvereinigungen Veranstaltung für die Kinder in ihr Programm mit aufnähmen, lasse für die Zukunft der ursprünglichen Fasnet hoffen.

Seit Jahren würden in den Klassen der Grundschule die Narrenkleider der "Krattenmacher" und die Zunftgeschichte vorgestellt. Den Akteuren gebühre hier ein Sonderlob, betonte Marte. Wie von ihm vorhergesagt, konnte Kassiererin Sonja Kaiser für das Geschäftsjahr 2014 einen ordentlichen Gewinn verbuchen und dies trotz Ausgaben von über 2000 Euro für Kleidle.

Zwei neue Elferräte

Bei den Neuwahlen gab es teilweise Veränderungen. Während die Elferräte Hans-Peter Marte, Thomas Klukas und Ulrich Schäfer (für ein Jahr) in geheimer Wahl im Amt bestätigt wurden, rückten Birgit Schuler und Klaus Müller neu in dieses Gremium. Einstimmig wurde Marte für weitere zwei Jahre zum Präsidenten gewählt. Seit 1990 steht er der Zunft vor. In der Funktion des Kritzelmeisters wurde Ulrich Schäfer von Birgit Schuler beerbt. Während Gabi Schwarz-Böhler weiterhin als Kassenprüferin zur Verfügung stand, wurde Nicole Uhl-Gennaro durch Manuela Marte abgelöst. Mit Michael Talmon-Gros, Mateo Camiletti, Sarah Jäckle und Valentin Baier wurden vier Mitglieder neu in den Gildeausschuss gewählt. Bestätigt wurde Thomas Weigle, der zusammen mit dem ebenfalls neu gewählten Rainer "Fuzzi" Hils sich den Posten des stellvertretenden Gildemeisters teilt, den bisher Alexandra Flaig innehatte.

 

 

Schiltach2016 ein Kindernarrensprung

Schwarzwälder-Bote, 23.11.2015 12:00 Uhr
 
 
Die Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald mit Oberzunftmeister Hape Marte (hinten Mitte) steckte im Narrenstüble der Schiltacher Zunft die Termine für die nächsten Jahre ab. Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder-Bote

Die Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald mit Oberzunftmeister Hape Marte (hinten Mitte) steckte im Narrenstüble der Schiltacher Zunft die Termine für die nächsten Jahre ab. Foto: Herzog

 

Der Freien Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald (FNMS) passt es ganz gut ins Konzept, dass es hinsichtlich der sehr kurzen Fasnet 2016 keine Jubiläen der neun Mitgliedszünfte zu feiern gibt.

 

Von Lothar Herzog

 

Schiltach. Bei der Herbstversammlung im Narrenstüble der Teufelszunft Schiltach steckten die einzelnen Zunftvertreter die Termine für 2016 ab und blickten auf 2017 und 2018 voraus. Einziger gemeinsamer Auftritt im kommenden Jahr ist der Kindernarrensprung am 30. Januar, den die Baronengilde Lackendorf organisiert. Nach Auskunft des stellvertretenden Vorsitzenden Nikolaus Hirt sind die Vorbereitungen hierzu schon weit fortgeschritten. Als Gastzünfte sollen der Narrensamen aus Seedorf und Dunningen teilnehmen dürfen. Falls die Halle in Lackendorf nicht alle Narren nach dem Umzug aufnehmen kann, ist die Aufstellung von Besenwirtschaften geplant.

 

Die Narrenzunft Hooriger Hund Sulzbach sucht für ihren Brauchtumsabend am 23. Januar 2016 noch Gastzünfte. Die FNMS-Zünfte klären nun in ihren eigenen Reihen ab, ob sie kommen können. Die Sulzbacher Narren um die neue Zunftmeisterin Evi Brucker sind zudem Gastgeber der Frühjahrsversammlung 2016, bei der wieder Wahlen anstehen. Termin soll der 15. oder alternativ der 22. April sein.

Der von der Narrenzunft Aichhalden organisierte Sommertreff war übereinstimmend eine gelungene Sache, auch wenn aufgrund der sehr heißen Temperaturen an diesem Tag die traditionelle Wanderung ausfallen musste. Für die Ausrichtung des Sommertreffs 2016 hat sich die Narrenzunft Schiltach bereit erklärt. Der genaue Termin wird an der Frühjahrsversammlung bekannt gegeben.

Oberzunftmeister Hape Marte wies vorausblickend auf das 111-jährige Bestehen der Holzäpfelzunft Dunningen im Jahr 2017 hin. Und auch 2018 hat die FNMS Anlass zum Feiern. Da kommt die Katzenzunft Hardt mit 60 Jahren in den Vorruhestand.

Anschließend servierten die Schiltacher Gastgeber ein warmes Essen und es wurde in lockerer Runde über die zurückliegende Fasnet geplaudert.

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Narren gehen an die Leistungsgrenze

Schwarzwälder-Bote, 05.06.2015 18:51 Uhr
 
Von Lothar Herzog
 

Eschbronn-Locherhof. Die Freie Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald (FNMS) ist im kommenden Jahr Gastgeber gleich zweier Kindernarrensprünge. Dies soll jedoch die Ausnahme bleiben.

 
 

Sowohl einen Blick zurück auf die vergangene Fasnet, als auch nach vorne warfen die neun Mitgliedszünfte bei der Hauptversammlung im Sportheim Locherhof.

 

Personell veränderte sich nichts. Oberzunftmeister Hape Marte (Sulgen) wurde von den Vereinsvertretern ebenso einstimmig bestätigt wie Säckelmeister Aldo Zandonella (Mariazell) und die Säckelprüfer Alexandra Vondrach (Schiltach) und Sven Neuschwender (Locherhof). Marte und Zandonella sind damit seit der Gründung der Vereinigung im Jahre 1994 in Amt und Würden.

 

Durchweg gelobt wurde der erste Kinder-Rolletag als hervorragende Veranstaltung. Die ausrichtende Katzenzunft, die abends dann noch den "normalen" Rolletag zu bewältigen hatte, sprach jedoch von einem organisatorischen Kraftakt. Ebenso an die Leistungsgrenze ging die Heuliecherzunft Mariazell in der Gastgeberrolle für den Brauchtumsabend des Narrenfreundschaftsrings Schwarzwald-Baar-Heuberg in der heimischen Mühlbachhalle, wie Zunftmeister Michael Koch einräumte.

 

Einzelne Zünfte kritisierten die aus ihrer Sicht teilweise zu langen Umzüge in Sulz bei Lahr und in Kippenheim. Immer mehr Wagenbauer und immer weniger Zünfte wurden beim Schramberger Umzug festgestellt.

 

In Tennenbronn haben die Narren offenbar immer einen Grund zu feiern. Nachdem die "Linde-Wieble" in diesem Jahr ihren 15. und die "Ichbe-Hexe" ihren 30. Geburtstag feierten, steht nächstes Jahr das 30-jährige Bestehen der "Kappelgeister" an. Da das Fest jedoch am Fasnetsamstag und -sonntag stattfindet, wird eine Teilnahme von FNMS-Mitgliedszünften äußerst schwierig.

 

Ebenfalls seit 30 Jahren gibt es die Hardter Guggenmusik "Sälle 15". Die Musiker feiern ihr Jubiläum am 30. Januar in der Arthur-Bantle-Halle. Am 23. Januar wird die Saublitz-Zunft Aichhalden mit dem Narrenring Waldgau einen Kindernarrensprung organisieren. Eine Woche später trifft sich der Narrensamen dann in Lackendorf erneut. Anlass ist der 25. Geburtstag des "Härle-Goascht".

 

Oberzunftmeister Marte empfahl, auch noch Zünfte außerhalb der FNMS einzuladen. Durch Überschneidungen könne möglicherweise nicht jede Zunft an beiden Kindernarrensprüngen teilnehmen. Da in 2016 kein Brauchtumsabend und auch kein Narrensprung der FNMS im Terminkalender steht, schlug Marte einen Besuch bei den Ammerbucher Narren vor.

Die Idee zur Anschaffung einer eigenen Fahne der FNMS wurde wieder verworfen. Stattdessen wurde ein Logo für wichtiger erachtet. Bis zur Herbsttagung am 23. Oktober in Schiltach sollen Vorschläge einer Mediengestalterin eingeholt werden.

Zum Sommertreff 2015 treffen sich Zunftvertreter am 4. Juli. Gastgeber ist die Narrenzunft Aichhalden. Vorausblickend erwähnte Heuliecher-Chef Koch das 60-jährige Bestehen seiner Zunft im Jahr 2019, bei dem die Halle mit Sonnenenergie beheizt werden soll.

 

(lh). Hans-Peter Marte, Dauerpräsident der Narrenzunft Sulgen und der Freien Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald (FNMS), ist bekannt für seine närrischen Sticheleien und Seitenhiebe.

Auch bei der Hauptversammlung der FNMS im Sportheim Locherhof ließ er keine Gelegenheit aus. Allerdings blies ihm kräftiger Gegenwind ins Gesicht. Zuerst bekam er von Hausherr und Hecke-Pfiefer-Chef Frank Rapp einen Denkzettel. Der Tagesordnungspunkt zwei, "Begrüßung durch den Oberbürgermeister", müsse leider entfallen.

Da die Gemeinde Eschbronn noch keinen solchen habe, habe er auch niemanden eingeladen, spottete Rapp. Hapes Ausrede, bei der Festlegung der Tagesordnung Oberzunftmeister mit Oberbürgermeister verwechselt zu haben, wollte ihm keiner abnehmen. Vielmehr vermuteten die Zunftmeister, dass Marte die Tagesordnung aus einer früheren FNMS-Versammlung in Sulgen verwendete und nur das Datum abänderte.

Dann beschwerte sich Tennenbronns Gildemeisterin Helga Woelk über Martes abfällige frauenfeindliche Äußerungen. Hätte er dies vor seiner Wahl gesagt, hätte sie ihn nicht gewählt, drohte Woelk.

 
 
 
 

 Wehmut bei Abschied von Erich Fehrenbacher

Schwarzwälder-Bote, 25.05.2015 18:20 Uhr
 
 
Die neuen Funktionäre der Sulzbacher Narren (von links): Ralf Haas, Markus Bogdanowitsch, Evi Brucker und Stefan Pelster. Rechts der scheidende Präsident, Erich Fehrenbacher. Foto: Borho Foto: Schwarzwälder-Bote

Die neuen Funktionäre der Sulzbacher Narren (von links): Ralf Haas, Markus Bogdanowitsch, Evi Brucker und Stefan Pelster. Rechts der scheidende Präsident, Erich Fehrenbacher. Foto: Borho

 
 

Von Georg Borho

 

Lauterbach-Sulzbach. Eine neue Ära bricht bei der Narrengesellschaft "Hooriger Hund". In der Hauptversammlung im Gasthaus Wilhelmshöhe gab Präsident Erich Fehrenbacher sein Amt ab. Mit Evi Brucker als Nachfolgerin wird ein neues Kapitel aufgeschlagen.

 
 

Fehrenbacher streifte in seinem Rückblick noch einmal einen stramm gefüllten Terminkalender. Die Fasnet 2015 mit Hexen-House-Party, Zunft- und Bürgerball sowie Umzug am Sonntag und auswärtigen Terminen sei ein "toller Erfolg" gewesen. Alle hätten an einem Strang gezogen, der Hexenwagen habe ein Dach und eine Unterkunft erhalten. Selbst der gestrenge Gildemeister Gerold Fehrenbacher fand kein Haar in der Suppe und lobte die stets gute Beteiligung bei öffentlichen Auftritten.

 

Oberhexe Tobias Brucker stellte fest, mit dem neuen Hexentanz habe man dem bisherigen das i-Tüpfelchen aufgesetzt. "Hexen und Hunde sind eine Einheit", sagte Brucker. Nachdem auch Schriftführerin Daniela Haas über zahlreiche gesellige Anlässe berichten konnte, kam sie zur Erkenntnis: "Schee war’s." Das wurde mit viel Beifall quittiert.

Um den Nachwuchs müssen sich die Verantwortlichen keine Sorgen machen. Die Jugendleiterinnen Iris Köhnlein und Sabine Kunz berichteten, die Kindergruppe habe ihren neuen Tanz sogar selbst einstudiert. Bei Auftritten während der Sulzbacher Fasnet, beim Kinder-Rolletag in Hardt und selbst in der Seniorenresidenz hätten die Jüngsten "überzeugt". Die Kasse, geführt von Melanie Moosmann, weist einen Gewinn aus. Die Kassenprüfer Alexandra Haas und Oskar Haas erwähnten, die Arbeit der Kassiererin sei eine der aufwendigsten im Verein.

Es wurden sechs neue Kleidleträger aufgenommen. Ex-Präsident Egon Moosmann stellte schließlich fest, ein bewährtes Team habe das Vereinsschiff gut und zukunftsorientiert gesteuert. Bei so viel Lob stimmte der Rücktritt von Präsident Erich Fehrenbacher wehmütig. "Meine Amtszeit ist abgelaufen, und ich stelle mich nicht mehr zur Wahl" sagte Fehrenbacher. Als Gründe nannte er Beruf, Gesundheit, Familie, aber auch das Alter. Die Zeit sei reif für einen Wechsel. Der Verein verfüge über genügend junge Mitglieder, die gerne etwas bewegen wollten. Fehrenbacher war 16 Jahr lang Gildemeister und anschließend 20 Jahre Präsident. In dieser Zeit hat sich die Sulzbacher Narrengesellschaft zu einer Narrengruppe gemausert, die über die Region hinaus als beliebt gilt.

Die einstimmig zur Nachfolgerin gewählte Evi Brucker findet nach eigenem Bekunden ein "gut bestelltes Feld" vor. Sie kann auf die Unterstützung des ebenfalls einstimmig gewählten Stellvertreters Ralf Haas, des Weiteren der wiedergewählten Daniela Haas (Schriftführerin), Sebastian Harbig (stellvertretende Oberhexe), Gerold Fehrenbacher (Gildemeister), Marius Müller ( Zeltmeister), Christine Moosmann (Presse und Hilfskassiererin), der Ausschussmitglieder Ralf Wöhrle, Klaus Hermann und Birgit Müller sowie der Kassenprüfer Alexandra Haas und Oskar Haas und Sabine Kunz (Vize-Jugendleiterin) bauen. Stefan Pelster als Vize-Gildemeister und Markus Bogdanowitsch als Ersatzkassenprüfer komplettieren das Gremium.

Evi Brucker verlas eine neu verfasste Satzung, die nach kleinen Korrekturen einstimmig beschlossen wurde. Der Verein unternimmt am 6. September einen Ausflug zur Burg Hohenzollern und nach Tübingen und veranstaltet am 14. November im Gemeindehaus, anlässlich einer Veranstaltung der Schramberger Kräuter-Hutzeln, einen Kameradschaftsabend. Am 23. Januar 2016 findet im Zelt in Sulzbach ein Brauchtumsabend und am 28. Januar 2017 die nächste "Hexen-House-Party" statt.

 
 
 
 
 

 

Eschbronn Karl-Josef Glück springt allen voran

Schwarzwälder-Bote, 15.05.2015 19:35 Uhr
 
Für 25-Jährige Treue zum Verein wurden geehrt: (von links) Karl-Josef Glück, Thomas Jauch, Sven Heilmann, Andrea Heilmann, Martina Koch (nicht auf dem Bild:) Silvia Eraht, Jutta Haag, Susanne Srdenko und Gerhard Zehnder. Gabi Graf und Ludwig Lamm, beide für 40 Jahre ausgezeichnet waren nicht anwesend. Fotos: Fleig Foto: Schwarzwälder-Bote

Für 25-Jährige Treue zum Verein wurden geehrt: (von links) Karl-Josef Glück, Thomas Jauch, Sven Heilmann, Andrea Heilmann, Martina Koch (nicht auf dem Bild:) Silvia Eraht, Jutta Haag, Susanne Srdenko und Gerhard Zehnder. Gabi Graf und Ludwig Lamm, beide für 40 Jahre ausgezeichnet waren nicht anwesend. Fotos: FleigFoto: Schwarzwälder-Bote

 
vn Svenja Fleig
 
 
Für 25-Jährige Treue zum Verein wurden geehrt: (von links) Karl-Josef Glück, Thomas Jauch, Sven Heilmann, Andrea Heilmann, Martina Koch (nicht auf dem Bild:) Silvia Eraht, Jutta Haag, Susanne Srdenko und Gerhard Zehnder. Gabi Graf und Ludwig Lamm, beide für 40 Jahre ausgezeichnet waren nicht anwesend. Fotos: Fleig Foto: Schwarzwälder-Bote
 

Die Narrenzunft richtete im vergangenen Jahr einige gut besuchte Veranstaltungen aus, was sich mit einem deutlichen Plus im Kassenbericht niederschlug. Mit dem Ringtreffen des Narrenfreundschaftsringes Schwarzwald-Bar-Heuberg konnte ein "Highlight" an Land gezogen werden. Die Fasnet sei "mit Highlights gekrönt" worden, so erster Zunftmeister Michael Koch. Das traditionsreiche Narrenblatt sei mit seiner Neugestaltung in der Bevölkerung sehr gut angekommen. Als Ausrichter des Ringtreffens des Narrenfreundschaftsrings Schwarzwald-Bar-Heuberg habe man sich durch sorgfältige Organisation und reibungslose Durchführung der aufwendigen Veranstaltung viel Lob und Anerkennung erarbeitet.

 

Die Heuliecherzunft war in diesem Jahr Gastgeber des Brauchtumsabends. Schwierig gestalte es sich nach wie vor, andere Vereine für den eigenen Umzug zu gewinnen. Dieser findet traditionell am Fasnachtssonntag statt. Gründe für diese Problematik sieht Koch in der Vielzahl von Konkurrenzveranstaltungen.

Die Vielfalt an besuchten und selbst ausgetragenen Veranstaltungen, 17 an der Zahl, fand sich im Bericht der Schriftführerin Andrea King wieder. Neben der "Nacht der Hexen" und dem "Hemdglonkerball" wurde in diesem Jahr wieder das Narren- und Maibaumstellen von der Zunft organisiert. Die insgesamt 229 Mitglieder waren an der Fasnacht mit über 580 Sprüngen gut aufgestellt.

Im Kassenbericht von Maggy Preuss, vorgetragen von Jonas Preuss, schlugen sich die zahlreichen Veranstaltungen und das Ringtreffen mit einem deutlichen Plus in der Bilanz nieder. Eine einwandfreie Kassenführung wurde durch Kassenprüferin Heike Reuter bescheinigt. Thomas Bösinger schlug die Entlastungen des Vorstands vor und leitete die Wahlen. Die Versammlung erteilte dem Vorstand einstimmig die Entlastung. In seinem Amt als erster Zunftmeister wurde Michael Koch bestätigt, Thomas Staiger wurde auf ein weiteres Jahr zum zweiten Kassier gewählt. Andrea King bleibt Schriftführerin und Sven Heilmann und Rafael Haberstroh wurden als Beisitzer wiedergewählt. Zum Antrag, Kindern mit ihrer Volljährigkeit Anspruch auf ein Erwachsenenhäs zu geben, werde man im Ausschuss und in der Hexenversammlung befinden, sicherte Koch der Antragstellerin zu.

Abschließend ehrte Gildemeister Meik Heilmann zahlreiche Mitglieder für ihre Vereinstreue und besonderes Engagement im Verein. Silvia Eraht, Karl-Josef Glück, Jutta Haag, Andrea Heilmann, Sven Heilmann, Thomas Jauch, Martina Koch, Susanne Srdenko und Gerhard Zehnder wurden für 25-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Gabi Graf und Ludwig Lamm wurden für 40 Jahre Vereinstreue geehrt. Zur besonderen Freude der Anwesenden und des Gildemeisters konnte vielen Mitgliedern für ihre große Anzahl an Sprüngen gratuliert werden. Karl-Josef Glück erntete mit 222 Sprüngen tosenden Beifall und wurde mit dem Orden des Narrenrings ausgezeichnet.

  
Aichhalden Narren mit Saison hoch zufrieden Schwarzwälder-Bote, 12.05.2015 17:37 Uhr
 
 
Der Elferrat hat alles im Griff und blickt optimistisch in die Zukunft. Rechts Zunftmeister Klaus Hörl. Foto: Schmidtke Foto: Schwarzwälder-Bote

Der Elferrat hat alles im Griff und blickt optimistisch in die Zukunft. Rechts Zunftmeister Klaus Hörl. Foto: Schmidtke

 
von Karin Schmidtke
 
 

Aichhalden. Eine Menge Narren begrüßte Zunftmeister Klaus Hörl im Gasthaus "Adler". Eine erfolgreiche Fasnet liege zurück, eine kurze und heftige fünfte Jahreszeit steht an. Gekommen war auch Pascal Reich, Zunftmeister der Narrenzunft Winzeln und neuer Vize der Freien Narrenvereinigung Waldgau.

 
 

Das Dorffest im Juli rief wieder alle auf die Beine, so Hörl. Rund ging es in der Festhütte und im Hexenzelt. Die Vereinsgemeinschaft lobte die Leistung der Zunft, insbesondere das Einhalten der Sperr-und Ruhezeiten. Das Konzept mit dem "Truck" kam bei den jungen Leuten gut an. Bei "Simon" wurde im September bewirtet. Im November fand statt des Kameradschaftsabends eine Wanderung zur Zunftstube der Narrenzunft Fluorn statt, die Schlachtplatte auftischte. Ein Erfolg war das Abstauben und bald führten Busse die Hexen, Hansel, Sauhirten, Fanfarenzug, Narrenräte und Gardemädchen zu etlichen Umzügen und Bällen.

 

Mit Spaß und Erfolg nahmen die Gardemädchen an Wettbewerben teil. Höhepunkte waren die Jubiläumsumzüge in Zunsweier und in Tuttlingen sowie der Rolletag in Hardt und der Fasnetssonntag in Schiltach. Nur die stattlichen Buskosten schlugen auf die Gemüter, sind aber nicht anders finanzierbar.

Im Januar lud die Hexengilde zum superlativen Ball ein. 1100 Kleidlesträger und 700 weitere Gäste füllten die Halle, wo ein geniales Programm auf die Beine gestellt worden war. Der Zunftball am 31. Januar folgte mit einem fast vierstündigem Programm und einem fröhlichen Publikum. Hoch her ging es an der Hauptfasnet.

Am Schmotzigen musste der Schultis den Rathausschlüssel herausrücken, die Schulranzenaktion der Elfer fand guten Anklang. Freitags kommen in Aichhalden die Senioren auf ihre Kosten, abends ging es auf den Altweiberball der Athleten. Viele Hästräger und Besucher sah man an der Narrenmesse am Sonntag, nachmittags ging es nach Schiltach und abends war das Schnurren in den Lokalen ein Erfolg. Montags gab es den Kinderumzug in Aichhalden. Über viele Kleidlesträger freute man sich am Fasnetsmendig. Mit starker Beteiligung glänzten die Schiltacher Zünfte samt Kapelle. "Schwinden sehen wir die Beteiligung von Fußgruppen und kleineren Umzugswagen von Cliquen", bedauerte Hörl.

Nach der Fasnetsverbrennung und dem Einsargen ging es mit dem Fanfarenzug zum Rattenball. Die Beteiligung an den Aufräumarbeiten am Aschermittwoch hätte größer sein können. Viele Mitglieder arbeiten offenbar bereits am Fasnetsdienstag wieder.

Schriftführerin Ramona Depfenhart verlas das Protokoll. Einen soliden Kassenstand legte Franz Arnold dar. Die Ausgaben gehen unter anderem in Versicherungen, zu den Buskosten, der Gema und ins Narrenstüble. Klaus Hörl dementierte das Gerücht deutlich, dass der Narrenverein an den Buskosten verdiene. Acht bis zehn Euro bezahlen die Kleidlesträger pro Fahrt. Revisor Jürgen Haas bestätigte die Finanzen als einwandfrei. Die Mitgliederkartei hatte Jörg Schneider geführt.

In der Narrenzunft gibt es 839 Leute, darunter 116 Jugendliche. Allerdings sinkt die Zahl der Mitglieder kontinuierlich. Pascal Reich dankte der Aichhalder Zunft für das lebendige Aufrechterhalten des Brauchtums. Der Vize der Narrenvereinigung Waldgau beantragte die Entlastung, die einstimmig erfolgte.

 

Katzenräte müssen bis an ihre Grenzen gehen

 

Hardt. Die Lust am Spaß wird zur Last, wenn ein Elferrat zum Neuner-Katzenrat schrumpft, aber trotzdem eine rauschende Fasnet gefeiert werden soll.

 
 

Zudem war die kurze Fasnet in diesem Jahr besonders heftig mit schnell aufeinander folgenden Terminen, erinnerte Zunftmeister Jürgen Ganter bei der Jahresversammlung der Katzenzunft im Grünen Baum in Hardt. Zusätzliche Arbeit brachte der erste Kinderrolletag, der viele junge und erwachsene Gäste begeisterte. Zwar gab es deshalb erstmals zwei Zunftmeister und zwei Zeremonienmeister aus zwei Generationen; aber es waren auch zwei Höhenfeuer, zwei Umzüge und zwei Hallenfeste zu organisieren.

 

Dabei hatten die Helfer aus anderen Vereinen die Arthur-Bantle-Halle nach dem Kinderfest unerwartet schnell für den abendlichen Höhepunkt der Fasnet in Hardt aufgeräumt. Auch Kritzelmeister Thomas Roming erlebte ein Wunder beim schnellen "Umbau der Halle" und hob den neuen Standort für das Höhenfeuer vor der Vereinshalle hervor. Die Katzenräte seien an ihre Grenzen gegangen, mahnte Zeremonienmeister Roland Laufer, den Katzenrat zu verstärken. Säckelmeisterin Karin Bea hatte in der Kassenführung alles richtig gemacht, bestätigten die Prüfer. Gabi Roming lieferte als Wirtschaftsmeisterin die Zahlen mit 5360 ausgeworfenen Miesle, 1100 Fleischküchle und 2700 Wecken. Die bewegend-schöne Seite bei den Katzen sind drei Ballettgruppen, die das auch beim Dorffest beweisen wollen. Patricia Auber trainiert acht Mädels bei "Xplosion", die sich auf die nächsten Auftritte freuen. Beim mittleren Ballett bleiben alle dabei, wie auch die Cowboys bei den Kleinen.

Der Katzenrat hatte seine Aufgaben ordentlich erledigt, so dass Ehrenzunftmeister Harald Schuhmacher einstimmige Entlastung feststellen konnte. Zum neuen Oberrolle wurde Max Görlich gewählt.

 

 Wölk bleibt weiter an der Spitze

Schwarzwälder-Bote, 20.04.2015 
 
 
Helga Wölk mit den Geehrten der Pfrieme-Stumpe und dem zweiten Gildemeister Volker Obergfell (rechts). Fotos: Ziechaus Foto: Schwarzwälder-Bote

Helga Wölk mit den Geehrten der Pfrieme-Stumpe und dem zweiten Gildemeister Volker Obergfell (rechts). Fotos: Ziechaus Foto: Schwarzwälder-Bote

 
 
Schramberg-Tennenbronn. An eine "harmonische und lustige Fasnet" erinnerte Gildemeisterin Helga Wölk bei der 43. Jahresversammlung der Pfrieme-Stumpe in der "Linde" in Tennenbronn.
 
 

Die Narrengilde konnte das 15-jährige Jubiläum ihrer Linde-Wieble in einer "brechend vollen Festhalle mit begeisterten Gästen" feiern. Schriftführerin Monika Moosmann berichtete von der Teilnahme der Narren an fünf Umzügen, drei Fackelumzügen mit Brauchtumsabend und einem Kinderumzug am Rolletag in Hardt; dazu kamen die eigenen Saalveranstaltungen und der Umzug im Dorf.

 

In den beiden Tanzgruppen waren 25 Mädchen bei der Stange zu halten, um gute Platzierungen bei Showtanzabenden zu verzeichnen. Dagegen hatten die lange erfolgreichen "Crazy Dancers" mit einer Superparty und zehn Tanzgruppen ihren Abschied vom Showtanz gefeiert. Seit sieben Jahren bewirtet die Gilde beim Summerland am Gästetreff und beteiligte sich auch bei der Fußball-Dorfmeisterschaft der Vereine.                                                                                                            

 

Mit einer Schnapszahl zum Kassenstand eröffnete Kassiererin Helga Moosmann ihren ersten Bericht. Investitionen für die Renovierung im neuen Narrenstüble führten zu einem Verlust in der Vereinskasse, die aber laut Kassenprüfer "einwandfrei geführt wurde".

 

An Fasnet werde "die gewohnte Ordnung außer Kraft gesetzt", erinnerte Ortsvorsteher Klaus Köser an Schule stürmen, Schlüsselübergabe und die anschließende Kinderparty im katholischen Pfarrsaal. In den Tagen danach werde die "unverwüstliche Fasnet" von den Vereinen gemeinsam im Narrendorf gefeiert. Nach den einstimmigen Entlastung für den Vorstand wurde der Gilderat ebenso eindeutig bestätigt: Helga Wölk als Gildemeisterin, Monika Moosmann als Schriftführerin im 30. Amtsjahr, Monika Moosmann als zweite Kassiererin und Winfried Lehmann als Zeugwart. Im Gilderat sind zur besonderen Verwendung Rocco del Colle, Lothar Haas, Matthias Pfaff, Yvonne Obergfell, Anna Schirling und Julian Günter; Aktivenvertreter sind Melanie Hug, Nicole Obergfell, Rafael Moosmann und Joy Obergfell.

 

Für 25 Jahre Mitgliedschaft ehrte Helga Wölk Lothar Haas, Silvia King und Martina Obergfell; seit 40 Jahren springen Walter Breithaupt, Feo Fichter, Melanie Günter, Peter Kunz, Elisabeth Laun, Barbara Lehmann, Petra Moosmann und Martina Wolber. Die Dorfputzete am kommenden Freitag wollen die Narren ernst nehmen, aber dann wieder Spaß haben beim Ausflug in die Enzianhütte in Oberstaufen. 

 

 

Sprudelndes Zentrum des Brauchtums

Schwarzwälder-Bote, 30.03.2015 18:23 Uhr
 
 
Der Vorstand der Hecke-Pfiefer mit Johannes Romer (Mitte), der von den europäischen Narren ausgezeichnet wurde. Foto: Ziechaus Foto: Schwarzwälder-Bote

Der Vorstand der Hecke-Pfiefer mit Johannes Romer (Mitte), der von den europäischen Narren ausgezeichnet wurde. Foto: Ziechaus

 
 

Von Christoph Ziechaus

 

Eschbronn-Locherhof. Mit dem neuen Dorfbrunnen haben die Hecke-Pfiefer in Locherhof ein nicht immer sprudelndes Zentrum für die Pflege ihres Brauchtums.
 
 

Bei der Jahresversammlung der Narrengilde im Sportheim Locherhof wurde die Ortsmitte mit dem Dorfbrunnen von allen Sprechern erwähnt.

 

Der Kassierer rechnete die Kosten vor und die Schriftführerin erinnerte an die Geldbeutelwäsche, zu der das Wasser lief, wie der Vorsitzende zufrieden feststellte. Die Brunnenputzer fanden die Technik zum Wasser nachfüllen schwierig, während Bürgermeister Franz Moser eine "komplexe Technik" wirken sah. "Der Brunnen läuft meistens", erinnerte Frank Rapp an die Einweihung des Dorfplatzes.

Auch an der Fasnet lief alles sehr gut, wie beim "schönen Hecke-Pfiefer-Ball" und beim Kinderumzug. Für die Hecke-Pfiefer begann die Fasnet mit dem gemeinsamen Schnitzen von 150 Pfeifen und dem Dreschen auf dem Dorfplatz, berichtete Gildemeister Mike Schwenk, der auch zehn Pfiefer ehrte, die bei allen Veranstaltungen dabei waren.

Den 25. Ball und die 22. Kinderfasnet hob Schriftführerin Sandra Kopp hervor, wie auch das neue Lager der Zunft.

Das Engagement der Hecke-Pfiefer und der Geistersteinhexen habe "den Dorfplatz zu einem Schmuckstück gemacht", lobte Franz Moser auch die gute Zusammenarbeit der Vereine, als "Meister des Netzwerkens". Für die Arbeit des Vorstands konnte er einstimmige Entlastung feststellen.

Bei den Wahlen löste Christine Scheck den stellvertretenden Vorsitzenden Jan Bochinger ab. Bestätigt wurden Annette Delac als Kassiererin, Mike Schwenk als Gildemeister und Caroline Kopp als Kleidlewartin. In den Ausschuss wurden Holger Linder, Stefan Weisser, Jörg Neuschwender, Nicole Hug und Matthias Stein gewählt, zu Kassenprüfern Volker Kopp, Holger Schwenk und Kevin Schwenk.

Nach Absprache mit dem Amtsgericht änderten die Mitglieder einstimmig die Satzung, die jetzt "mindestens zwei, maximal drei gleichberechtigte Vorsitzende" ermöglicht. Die erste Beitragserhöhung wurde beschlossen auf 20 Euro für Aktive, 15 Euro für Passive und 18 Euro für passive Paare.

In die Reihen der Aktiven neu aufgenommen wurden Annalena Haas, Andrea Lehmann, Ivana Nad, Lukas Scheck und Stefan Weisser. Für den Maibaum kündigte Frank Rapp neue Tafeln der Vereine an. 

Hohe Ehrung für Erich Fehrenbacher

Schwarzwälder-Bote, 08.01.2015 18:23 Uhr
 
 
Oberhexe Matthias Kunz (links) und Präsident Erich Fehrenbacher (rechts) kümmerten sich höchstpersönlich um den Zustand des Narrenkleides. Foto: Schwarzwälder-Bote

Oberhexe Matthias Kunz (links) und Präsident Erich Fehrenbacher (rechts) kümmerten sich höchstpersönlich um den Zustand des Narrenkleides.Foto: Schwarzwälder-Bote

 
 
Von Georg Borho
 

Lauterbach-Sulzbach. Bei der Narrengesellschaft "Hooriger Hund" hat die sehnlichst erwartete fünfte Jahreszeit Einzug gehalten.

 
 
 
Oberhexe Matthias Kunz (links) und Präsident Erich Fehrenbacher (rechts) kümmerten sich höchstpersönlich um den Zustand des Narrenkleides. Foto: Schwarzwälder-Bote
 

Beim Abstaubtermin in der "Wilhelmshöhe" hatten bereits zahlreiche Kleidleträger in erwartungsfroher Haltung ausgeharrt, als unter den Klängen des Narrenmarschs die symbolträchtige Truhe hereingetragen wurde. Präsident Erich Fehrenbacher ließ sie öffnen und befahl triumphierend :"Komm heraus, du schöne Pracht des Sulzbachtales." Das Narrenkleid habe sehr leiden müssen und bekomme jetzt in der fünften Jahreszeit endlich wieder seine Freiheit.

 

Die Masken des "Hoorigen Hundes" und der Boschelwaldhexe wurden sodann ordnungsgemäß vom Staub des Jahres befreit. Kaum war der Staubwedel beiseitegelegt, marschierten weitere Kleidleträger ein. Zwei unter ihnen wurden nach penibler Prüfung durch Gildemeister Gerold Fehrenbacher und Oberhexe Matthias Kunz zu neuen Kleidleträgern geschlagen. Präsident Fehrenbacher wies auf die zehn Gebote der Zunft hin und befahl: "Nun kommt herbei ihr hoorigen Hunde und nehmt sie auf in eure Runde." Schließlich mauserte sich Fehrenbacher noch zum Philosophen und zitierte: "Die Welt aus Sicht eines Maskenträgers ist zwar rein optisch eingeschränkt, doch gefühlsmäßig tun sich ihm völlig neue Welten auf, in der er sich ohne Maske kaum vorwagen würde." Ferner gab es in der Feier Ehrungen (Rubrik).

Der proppenvolle Terminkalender der "Hoorigen Hunde" sieht bereits am morgigen Samstag im Zelt bei der "Wilhelmshöhe" die "Hexen-House-Party" vor.

(gb) Bei den Ehrungen der Narrengesellschaft "Hooriger Hund" erfolgte der Höhepunkt erst zum Schluss. Zunächst blieb es dem Präsidenten Erich Fehrenbacher vorbehalten, langjährige und verdienstvolle Mitglieder zu ehren. Er streifte deren Verdienste in kurzen Zügen.

Während ihrer zehnjährigen Mitgliedschaft war Melanie Moosmann ein Jahr im Ausschuss, fünf Jahre Kassierin und einige Jahre auch Balletttänzerin. Yvonne Hummel, Christine Moosmann und Katharina Fehrenbacher können auf 15 Jahre zurückblicken. Hummel machte sich als Leiterin des Balletts einen Namen, Moosmann fungiert seit 2001 als Hilfskassier und seit 2010 als Pressewart, während sich Fehrenbacher insbesondere als Balletttänzerin auszeichnete. Marita Becker, Adi Haas und Maria Öhler können bereits auf drei Jahrzehnte verweisen. Becker war von 1990 bis 1992 im Ausschuss und von 1991 bis 1997 Kritzelmeisterin, Haas macht sich als rechte Hand des Küchenchefs und Öhler als Bedienung verdient. Fehrenbacher würdigte die Vereinstreue mit einer Urkunde.

Den Verdienstorden der Europäischen Narrenvereinigung Baden-Württemberg (ENV BW) für besondere Verdienste gingen an Sebastian Harbig und Egon Moosmann. Die stellvertretende Präsidentin Evi Brucker überraschte mit der Feststellung, Erich Fehrenbacher könne bereits vier Jahrzehnte Vereinstreue vorweisen und sei überdies seit sage und schreibe 20 Jahren Präsident. In ihrer launigen Lobrede betonte sie, der Name Erich müsse neu definiert werden. Hinter den Silben "Er" und "ich" würden sich zwei Macher auf ein und dieselbe Person verbergen. Brucker skizzierte die Verdienste Fehrenbachers und bedankte sich unter Ovationen mit einem Geschenkkorb.

"ENV BW"-Präsident Berthold Schneider aus Wyhl analysierte das Engagement Fehrenbachers in Sekunden, Minuten, Stunden und Tagen. Unter Beifall überreichte er Fehrenbacher den Orden "Hirsch von Württemberg".

 
 
 
   

Mit den Frauen kehren neue Sitten im Rat ein

Schwarzwälder-Bote, 08.01.2015 18:23 Uhr
 
 
Zunftmeister Jürgen Ganter ehrte (Reihe vorne) Martina Bernhardt, Renate Klaußner, Heike Mager, Silvia Schuhmacher, Erika Hermann und Franz Auber. Foto: Ziechaus Foto: Schwarzwälder-Bote

Zunftmeister Jürgen Ganter ehrte (Reihe vorne) Martina Bernhardt, Renate Klaußner, Heike Mager, Silvia Schuhmacher, Erika Hermann und Franz Auber. Foto: Ziechaus

 
 
 

Von Christoph Ziechaus

 

Hardt. Ein Katzenhäs muss schon nach einem Jahr in der Truhe abgestaubt werden, bei den Ehrungen für die Mitgliedschaft hingegen wirft jedes Jahr neue Glanzlichter auf die treuen Mitglieder. So konnte der Hardter Zunftmeister Jürgen Ganter eine beachtliche Anzahl von Katzen für langjährige Mitgliedschaft auszeichnen , wie Sarah de Luca für zehn Jahre.

 
 

Süße 16 waren die meisten der jetzt Geehrten seinerzeit bei ihrem Katzenschlag, wie Martina Bernhardt vor 25 Jahren. Genauso lange als Katzen unterwegs sind Frank Broghammer, Heike Fleig, Oliver Gaus, Ralf Kopp und Gisela Hafner.

 

Vor 40 Jahren hatten den Katzenschlag erhalten Johannes Auber, Erika Hermann, Silvia Schuhmacher und Franz Auber, der 15 Jahre als Zeremonienmeister im Katzenrat war; seit sechs Jahren versteckt er sich auch als Ehrenrat hinter seiner Katzenmaske.

Schon seit 50 Jahren dabei sind Rosemarie Herzog, Marliese Stiedl, die 1976 als erste Frau in den Katzenrat einzog, und Renate Klaußner, ebenfalls acht Jahre im Katzenrat war. Seit 30 Jahren in der Zunft, davon 24 Jahre als Katzenrätin, ist Heike Mager. Sie habe sich "in den letzten Jahren wirklich aufopfernd für unsere Zunftballette eingesetzt", hob Ganter hervor. Einsatz zeigte sie auch im Katzenrat, dem sie bei den Sitzungen das Bier entzog, aber "immer mit genügend Sekt" für gute Stimmung sorgte, bei weit überdurchschnittlicher Frauenquote.

 
 

Von Christoph Ziechaus

 
 

Hardt. Bei der Katzenzunft in Hardt wurde am Dienstag "in alter Tradition abgestaubt, wie immer schon", kündigte Zunftmeister Jürgen Ganter im Vereinsgasthaus "Grüner Baum" an.

 
 

Vor den Berichten in Gedichtform marschierten die Katzenräte unter den Klängen des Narrenmarschs ein und nahmen ihre Plätze auf dem Podest ein, zwischen den großen Kerzenständern. Das "Schattenkabinett der Ehrenräte" an den Tischreihen vor ihnen war in der Tat inzwischen schon größer als der gesamte Katzenrat. "Noch ‘n Gedicht" hieß es dann bei der gereimten Aufforderung der Katzenräte zum Mitmachen in der gerade eröffneten 5. Jahreszeit.

 

Säckelmeisterin Karin wusste, "auch Katzen brauchen Moos, denn ohne ist nix los", hoffte sie doch, wie Dagobert in einer gefüllten Geldbadewanne abzutauchen. Dagegen gehen Waltraud schon "seit Wochen nicht aus dem Kopf 1000 Saitenwürschtle im großen Topf". Susanne verkündete für "2015 eine Sensation mit dem Rolletag am Nachmittag schon". Zum 175. Jubiläum von Hardt wird es erstmals einen Kinderrolletag geben, genauso wie für die Großen am Abend mit Höhenfeuer und Kinderumzug mit neun Gastzünften.

Für Zeremonienmeister Roland hieß es aber, "Steh auf vom Tisch, nimm in die Hand den Fedrewisch", zum Abstauben der Katzenmasken mit Gschell. Das erklang später beim Einzug der neuen Katzen, denn fünf wollten in die Zunft aufgenommen werden. Mit dem Katzenschlag vom Zunftmeister und ihrem Gelöbnis, sich wie gute Katzen zu verhalten, war die Katzenschar angewachsen. Auf dem Platz vor dem Vereinslager im Gewerbegebiet wird in diesem Jahr erstmals das Höhenfeuer entzündet und der Katzentanz beginnen, denn hier sei die Szene von den Zuschauern besser zu beobachten, kündigte Jürgen Ganter an.

Außerdem werde es für den Rolletag neue gemeinsame Eintrittsbändel geben, um lange Wartezeiten vor Halle und Zelten zu vermeiden.

u  Die Bändel für alle Hallen und Zelte werden am Rolletag ab 17 Uhr nur im Feuerwehrhaus zu kaufen sein.

 
 
 
 
 
      

Eschbronn Alles muss passen

Schwarzwälder-Bote, 07.01.2015 19:36 Uhr
 

Eschbronn-Mariazell (czh). "So lange hat es nun gedauert, der Narr in uns schon lange lauert. Jetzt endlich ist’s soweit, auf in die fünfte Jahreszeit", eröffnete Michael Koch das Abstauben bei den Heuliechern. Der Zunftmeister konnte in der Mühlbachhalle nicht nur Heuliecher und Rotseehexen begrüßen, sondern auch ihre Gäste aus Locherhof, Hecke-Pfiefer und Geistersteighexen.

 
 

Zum Staubabwedeln und den Narr erwecken standen die Elfer vor der Bühne und wurden von den schwarzen Socken bis zur weißen Feder auf dem Hut auf korrekte Dienstkleidung für die Fasnet überprüft.

 
 

Ohne blauen Frack wurde Bürgermeister Franz Moser entstaubt und gewarnt mit "Moser gib fein acht, als Bürgermeister ist es die zweite Fasnacht". Dann füllte sich die Bühne mit Heuliechern, die alle wieder zu neuem Leben erweckt wurden, wie auch die Rotseehexen, die dann aufgeweckt zu ihrem ersten Hexentanz in der Saison auftraten.

 
 
 

Schramberg Die Narren lehnen sich nicht zurück

Schwarzwälder-Bote, 07.01.2015 19:21 Uhr
 
 
Die kleine und mittlere Garde der Narrenzunft Sulgen ist Zeuge, dass Gildemeister Sascha Bopp den verstaubten Hansel gründlich säubert. FEN-Präsident Berthold Schneider (links) ehrt zahlreiche verdiente Mitglieder der Narrenzunft Sulgen. Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder-Bote

Die kleine und mittlere Garde der Narrenzunft Sulgen ist Zeuge, dass Gildemeister Sascha Bopp den verstaubten Hansel gründlich säubert. FEN-Präsident Berthold Schneider (links) ehrt zahlreiche verdiente Mitglieder der Narrenzunft Sulgen. Foto: Herzog

 
Die kleine und mittlere Garde der Narrenzunft Sulgen ist Zeuge, dass Gildemeister Sascha Bopp den verstaubten Hansel gründlich säubert. FEN-Präsident Berthold Schneider (links) ehrt zahlreiche verdiente Mitglieder der Narrenzunft Sulgen. Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder-Bote
Von Lothar Herzog
Schramberg-Sulgen. Das "Jahr danach" will die Narrenzunft Sulgen nutzen, um beim Jubiläum zum 75-jährigen Bestehen entstandenen Kontakte zu pflegen. Das Motto für den Bürgerball lautet: "Sternchen, Stars und Prominenz – in Krattenmacher’s Residenz".
 
 

Für Zunftpräsident Hape Marte besteht die Fasnet nicht nur aus Narrenglocken, sondern auch aus Reimen und Versen. So ließ er es sich nicht nehmen, amüsante Vierzeiler aufzusagen. Dabei witzelte er über den baden-württembergischen Präsidenten der Föderation Europäischer Narren (FEN), Berthold Schneider, aus dem badischen Wyhl.

 

Hape der Furchtlose, konterte Schneider, habe großes Glück. Weil er (Schneider) noch einen weiteren Termin beim "Hooriger Hund" in Sulzbach habe, reiche die Zeit für eine Retourkutsche diesmal leider nicht. "Im nächsten Jahr bist du aber fällig", schickte der FEN-Boss schon mal eine Kampfansage an Marte.

Alleinunterhalter und Dauergast "Specht" brachte in den Pausen die Zunftmitglieder mit zahlreichen Schunkelliedern und Gassenhauern in Stimmung.

Angeführt von der kleinen und mittleren Garde schleppten die Elferräte den aus dem dunklen Verlies der Zunftstube hervorgekramten übergroßen Kratten ins Rampenlicht. In gewohnter gereimter Form befreite Gildemeister Sascha Bopp den starren Hansel mit dem Wedel vom Staub und bewirkte wahre Wunder. Nach kurzem Räkeln zeigte sich der Auferweckte mit einem kräftigen Sprung zu allen Schandtaten bereit und testete sein Geschell auf Tauglichkeit.

Die Abnahme der Kleidle zweier neuer Feurenmoosgeister erfolgte nach vielen Jahren erstmals ohne den erkrankten Prüfer Kurt Kaiser, für den Uli Schäfer einsprang. Nach dem erhaltenen Stempel stand dem ersten Hanselsprung mit Brezelsegen 2015 nichts mehr entgegen. Für jahrelange Mitarbeit, erhielten die Zunftmitglieder Sabine und Reinhard Bopp den Jahresorden der Narrenzunft Sulgen.

In Anerkennung und zur Erhaltung des fasnetlichen Brauchtums heftete der FEN-Präsident Leonie Bühler, Xenia Müller, Vanessa Dierberger, Jessica Klukas, Jana Klukas und Marion Seidel den Europa-Narr in Bronze ans Revers. Die gleiche Plakette in Silber erhielten Sonja Kaiser, Marianne Dierberger, Petra Blank, Herbert Engel, Ruth Engel-Heilmann und Anita Bopp. Des Weiteren gab es für Sonja Baier, Sonja Kaiser, Gabi Schwarz-Böhler und Rainer "Fuzzi" Hils den Sonderorden der FEN.

Wie Schneider in seiner Ansprache hervorhob, dachten Zunft und Elferrat mit den Vereinsehrungen nicht nur an sich, sondern auch an die Personen, die vor allem hinter den Kulissen viel leisteten. Wenn immer wieder neue hinzukämen, sei dies ein Beweis, dass die Zunft lebe, so Schneider. Als nächste Auftritte der Sulgener Narren stehen der Besuch des Gildeballs der "Lindewieble" in Tennenbronn zum 15-jährigen Bestehen (17. Januar), des Kindernarrensprungs der Katzenzunft Hardt (31. Januar) und das Reblandtreffen in Fessenbach (1. Februar) auf dem Programm, ehe die innerörtlichen Fasnettermine wie Zunftball (7. Februar), Schnurren (12. Februar) und Bürgerball (14. Februar) warten.

 
 
 
 
 
 

Schramberg Pfrieme-Stumpe zum Leben erweckt

Schwarzwälder-Bote, 07.01.2015 18:20 Uhr
 
 
Die Zunftmeisterin Helga Wölk und ihr Stellvertreter Volker Obergfell entstauben die Masken. Foto: Ziechaus Foto: Schwarzwälder-Bote

Die Zunftmeisterin Helga Wölk und ihr Stellvertreter Volker Obergfell entstauben die Masken. Foto: Ziechaus

 

Von Christoph Ziechaus

 

 Schramberg-Tennenbronn. "Freue dich, es ist soweit, es bricht nun an die Fasnetszeit", sprach Zunftmeisterin Helga Wölk, nahm den Federwisch zur Hand und entstaubte die Masken der Pfrieme-Stumpe aus der großen Truhe.

 
 

Mit dem ersten Narrenmarsch sprangen Pfrieme-Stumpe und Kappelgeister durchs Gasthaus Linde in Tennenbronn. Sie feiern beim Gildeball am 17. Januar 15 Jahre Linde-Wieble und die erste Kinderfasnet am Schmotzige nachmittags. In diesem Jahr öffnen die Vereine am Fasnets-Wochenende auch wieder das gemeinsame Narrendorf auf dem Dorfplatz.

 

Der nächste Termin steht schon am kommenden Samstag an, wenn um 14.30 Uhr der Narrenbaum auf dem Dorfplatz aufgestellt wird.

 
        

 

Schramberg Alle geraten wieder ins Schwärmen

Schwarzwälder-Bote, 02.12.2014 18:52 Uhr
 
 
Gratulationswünsche zum 75-jährigen Bestehen erhielt Sulgens Narrenchef Hape Marte (Mitte) auch von Schweizer Narrenfreunden. Fotos: Herzog Foto: Schwarzwälder-Bote

Gratulationswünsche zum 75-jährigen Bestehen erhielt Sulgens Narrenchef Hape Marte (Mitte) auch von Schweizer Narrenfreunden. Fotos: HerzogFoto: Schwarzwälder-Bote

 
 
Von Lothar Herzog
 

Schramberg-Sulgen. Das Jubiläum zum 75-jährigen Bestehen der Narrenzunft Sulgen hat den "Machern" vieles abverlangt. Mit dem Programm beim Bürgerball wurde ein Meilenstein gesetzt, wodurch sich die Mühen auch lohnten.

 
 
Gratulationswünsche zum 75-jährigen Bestehen erhielt Sulgens Narrenchef Hape Marte (Mitte) auch von Schweizer Narrenfreunden. Fotos: Herzog Foto: Schwarzwälder-Bote
 

In der Hauptversammlung im Gasthaus Paradies Hintersulgen wirkte das klassische Jubiläum nochmals nach. Zunftpräsident Hape Marte stellte das Lob für seine Mitstreiter an die erste Stelle seines Jahresberichtes.

 

Trotz Schicht-, Nacht- und Außendienstarbeit habe jeder Einzelne viel Freizeit für das freudige Ereignis geopfert. Den beiden Elferrätinnen Sonja Baier und Sonja Kaiser bescheinigte der Zunftchef sogar eine "Topleistung". Aus beruflichen Gründen habe er in diesem Jahr kürzer treten müssen, weshalb auf "Vize" Ulrich Schäfer viel Arbeit zugekommen sei. Mit zahlreichen Aktivitäten und Bewirtungsaktionen über das ganze Jahr sei es gelungen, ein finanziell zufrieden stellendes Ergebnis zu erzielen.

Die Herbstversammlung der Freien Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald (FNMS) im "Klein Paris" sei sprichwörtlich ein "Knaller" gewesen, erinnerte sich Marte an die kulinarisch üppige Versorgung durch Hausherr und Obernarr Helmut Bergthal.

Die Resonanz beim Hansel- abstauben im Gasthaus "Kegelstube" sei dagegen dürftig gewesen. Da er im kommenden Jahr wieder dabei sein könne, werde zumindest einer mehr anwesend sein, flüchtete sich der Narrenchef in Zweckoptimismus. Von den auswärtigen Terminen bleibe bei ihm das Narrentreffen in Rust in guter Erinnerung. "Mit dem Musikverein Sulgen, Bära-Datza, Berghexen und der Narrenzunft Sulgen gehörte das Zelt praktisch uns. Es war wie im Urlaub, laufend hat man Bekannte getroffen", ulkte der Präsident.

Bei der Schilderung des Jubiläumswochenendes gerieten alle nochmals ins Schwärmen. Die Bühnenakteure hätten mit ihrem Beitrag dafür gesorgt, dass das Programm des Bürgerballs als eines der besten in die Zunftgeschichte eingehen werde, hob der Narrenchef hervor.

Auch Gildemeister Sascha Bopp zog in seinem Bericht ein positives Resümee der zurückliegenden Fasnet. Seinen Angaben zufolge besitzt die Narrenzunft inzwischen 18 Leihkleider für Kinder, darunter drei Hansel mit Maske. Ausgabetermin ist am Samstag, 10. Januar, im Zunftraum zwischen 14 und 16 Uhr. Es muss eine Kaution von 25 Euro hinterlegt werden.

In Zukunft dürfen beim Arbeitsdienst Jugendliche nur noch in Begleitung eines Erziehungsberechtigten einspringen und müssen im Vorfeld angemeldet werden.

Bereits seit Pfingsten probt die Garde von Leiterin Sonja Baier immer montags und mittwochs. Sie könnte zu den acht Mädels noch Verstärkung gebrauchen. Durch fünf Neulinge ist die Mini/Midi-Garde auf 16 Mädchen angewachsen. Sie trainieren donnerstags von 16 bis 18 Uhr. Weniger Grund zur Euphorie über das gelungene Jubiläum hatte Kassiererin Sonja Kaiser. Sie wies unterm Strich ein kleines Minus aus. Die Mitgliederwerbung soll intensiviert werden.

Bei den teilweise geheimen Wahlen gab es keine Veränderungen. Als Elferräte wiedergewählt wurden Klaus Bühler, Mathias Jackopaschke, Mario Schmid, Sonja Kaiser, Sonja Baier und Sascha Bopp. Ulrich Schäfer bleibt für weitere zwei Jahre stellvertretender Zunftmeister, Gabi Schwarz-Böhler und Nicole Uhl-Gennaro werden auch künftig die Kasse von Sonja Kaiser prüfen. Sascha Bopp bleibt Chef der Hanselgilde, Alexandra Flaig seine Stellvertreterin. Im Hanselgilde-Ausschuss wurden Sascha Bopp und Rainer Hils bestätigt. Neu in dieses Gremium rücken Ralph Herzog und Marianne Dierberger.

 

 Der Narrenzunft Sulgen wird es auch im Jahr nach dem Jubiläum zum 75-jährigen Bestehen nicht langweilig, wie die bei der Jahreshauptversammlung vorgestellte Terminvorschau ergab.

Am Samstag, 6. Dezember, besucht die Zunft den Weihnachtsmarkt bei Kleider Fischer in Schweighausen. Wie immer wird am 6. Januar (2015) im Gasthaus Kegelstube das Häs vom Staub befreit. Knapp zwei Wochen später ist die Zunft zu Gast bei der Feier zum 15-jährigen Bestehen der Narrenfigur "Lindewieble" in Tennenbronn.

Auch den Bära-Ball der Bära-Datza Sulgen wird die Zunft besuchen und freut sich bereits jetzt auf den ersten Kinderrolletag in Hardt (31. Januar) und das Reblandtreffen im badischen Fessenbach am 1. Februar 2015.

Neben den gewohnten eigenen Veranstaltungen wie Zunftball (7. Februar), Bürgerball (14. Februar) und die Umzüge in Sulgen mit Kinderball (15. Februar) und in der Talstadt (16. Februar) stehen noch der Umzug in Poltringen (8. Februar) und das Monsterkonzert im schweizerischen Winikon (12. Februar) auf dem Programm. Die erneute Teilnahme am Umzug in Heiligenbronn (17. Februar) hängt davon ab, wie schnell die Sulgener Narren vom morgendlichen Umzug aus Gosheim zurückkehren.

Zunftchef Hans-Peter Marte verwies außerdem auf die sehr frühe Fasnet im Jahr 2016, in dem der Fasnetsonntag auf den 7. Februar fällt. Ein Jahr später verschiebt sich das Ganze um drei Wochen nach hinten auf den 26. Februar.

 
 

Narrenring bereits voller Vorfreude

Schwarzwälder-Bote, 10.11.2014 17:59 Uhr
 
 
Die Narrenzünfte der Freie Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald haben für das kommende Jahr viele Termine gebucht, wie die Herbstversammlung in der Narrenstube der Tennenbronner Narrengilde Pfrieme Stumpe (Foto) zeigt. Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder-Bote

Die Narrenzünfte der Freie Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald haben für das kommende Jahr viele Termine gebucht, wie die Herbstversammlung in der Narrenstube der Tennenbronner Narrengilde Pfrieme Stumpe (Foto) zeigt. 

 
Schramberg-Tennenbronn. Die Mitgliedszünfte der Freie Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald (FNMS) fiebern dem ersten Kinder-Rolletag entgegen. Dieser soll aber einmalig bleiben.
 

Im Jahr 2015 feiert die Gemeinde Hardt ihr 175-jähriges Bestehen. Damit es ein ereignisreiches Jahr mit vielen kulturellen Höhepunkten wird, sollen möglichst viele Vereine einen Beitrag dazu leisten. Die Katzenzunft Hardt will deshalb am 31. Januar, dem Tag der "Hornung", erstmals einen Rolletag nur für kleine Narren veranstalten.

 

Wie Zunftvertreter bei der Herbstversammlung der FNMS in der Narrenstube der "Pfrieme-Stumpe" Tennenbronn verrieten, soll der Rolletag des Narrensamens in gleicher Art und Weise über die Bühne gehen wie bei den Erwachsenen am Abend. Also mit Höhenfeuer, Hexentanz und Kinderprogramm. Hierzu haben sich sämtliche neun Mitgliedszünfte der FNMS sowie weitere 20 Narrenvereine aus der Umgebung angemeldet. Die Premiere soll jedoch Seltenheitswert haben, da an eine Wiederholung in Zukunft nicht gedacht ist. Beginn ist um 12.30 Uhr.

Aus Anlass ihres zehnjährigen Bestehens veranstaltet die Baronengilde Lackendorf am 7. Februar 2015 einen Bambini- und Kindertanzwettbewerb. Hierzu erhofft sie sich eine Beteiligung von rund einem Dutzend Teilnehmer. Eine Tanzgruppe besteht aus sechs Kindern. Bisher sind sieben Anmeldungen eingegangen, berichtete Zunftchef Alwin Staiger. Des Weiteren wollen die Lackendorfer Narren am zweiten Weihnachtsfeiertag erstmals eine Christmas-Party auf die Beine stellen.

Beim Ausblick auf die bevorstehende, allerdings sehr kurze Fasnet 2015 zeigte sich, dass die FNMS-Zünfte bereits viele Termine gebucht haben. Manche sind nach dem Abstauben am Dreikönigstag praktisch jedes Wochenende unterwegs. Die Heuliecher-Zunft Mariazell ist eine von drei Gastgebern, die das Narrentreffen des Narrenfreundschaftsrings Schwarzwald-Baar-Heuberg ausrichten. In Mariazell werden zum Brauchtumsabend rund 1200 Narren von elf Zünften erwartet. Hierzu ist ein großes Zelt neben der Mühlbachhalle erforderlich.

Auf einen farbenprächtigen Umzug am Fasnetmontag freut sich die Saublitz-Zunft aus Aichhalden. Ihr liegen Zusagen von 16 Gastzünften vor.

Jubiläen im Jahr 2015 feiern die Narrenzunft Schiltach (22 Jahre Eggehaddel und die Narrengilde Tennenbronn (15 Jahre Lindenwieble) mit den Zünften der FNMS.

2016 kann die Narrenzunft Aichhalden auf ihr 80-jähriges Bestehen zurückblicken. Geplant ist ein großer Umzug mit den Narrenringen FNMS und Waldgau, bei denen Aichhalden Mitglied ist. Ob die Aichhalder Narren auch einen Kindernarrensprung ausrichten, ist noch offen, da sich auch Lackendorf um die Austragung beworben hat. Beide Zünfte sollen sich untereinander einigen.

Eine Woche vor dem Rolletag 2016 gibt es in Hardt ein großes Guggenmusiktreffen. Die nächste Hauptversammlung der FNMS soll Ende April 2015 in Locherhof stattfinden. In dieser soll der Termin für den Sommertreff im Juli festgelegt werden. Nach Sulzbach und Lackendorf hat sich Aichhalden als Organisator angeboten. 

 

 

 

 Tanzgruppen bereichern die Zunft

 

Schwarzwälder-Bote, 26.05.2014

Jahreshauptversammlung der Katzenzunft Hardt 2014

Von Christoph Ziechaus

 

Dabei wurde "das Erscheinungsbild der Katzenzunft sehr oft gelobt", freute sich Zunftmeister Jürgen Ganter. Darauf hatte Zeremonienmeister Roland Laufer auch ein kritisches Auge, denn bei Katzentanz und Rolletag präsentiere sich die Katzenzunft einem großen Publikum. In diesem Jahr sogar mit "unerwartetem Ansturm" in Hallen und Zelten mit 26 Gastzünften, drei Guggenmusiken und fünf Showtanzgruppen. Kritzelmeister Thomas Roming berichtete auch noch von zehn Auswärtsterminen, Jubiläen und dem Umzug bei den Wurzelhexen in Tennenbronn. Auch den Gegenbesuch bei den Katzen in Meßkirch hob er hervor. Beim Stadtfest in Schramberg unterstützte man mit Striebele den Förderverein Sehbehinderter aus Heiligenbronn an deren Stand. Eine große Bereicherung seien die drei Tanzgruppen der Zunft, lobte Heike Mager. "Xplosion" habe alle Tänze in eigener Regie entwickelt und werde auch im nächsten Jahr auf dem Vulkan tanzen. Das mittlere Ballett "unBEATable" sei mit viel Spaß dabei und werde zusammen bleiben. Die 16 "Little Cats" probten das ganze Jahr über und werden einen neuen Tanz einüben.

 

Gaby Roming hatte genau Haushaltsbuch geführt über 6438 Miesle, 450 Schnitzel, 1300 Wecken und 100 Kilogramm Pommes. Die stellvertretende Zunftmeisterin kündigte noch mehr Aufwand an beim Kinderrolletag.

Bei den Wahlen wurde Gaby Roming im Amt bestätigt, ebenso Zermonienmeister Roland Laufer, Katzenrat Manuela Rapp und für den Ausschuss Ute Flaig, Claudia Armbruster, Franziska Flaig, Marco Drobina, Tina und Max Görlich. .

 
 

 

 Jahreshauptversammlung 2014 der Narrenzunft Aichhalden
 

Führungsmannschaft der

Narren neu besetzt

Schwarzwälder-Bote, 11.05.2014

Von Karin Schmidtke Aichhalden.

 

Was für ein herrlicher Satz: Der Elferrat der Narrenzunft besteht nur noch aus zwölf statt aus bisher 13 Mitgliedern. Bei der Hauptversammlung am Freitag im Gasthaus "Engel" wurden Ämter bestätigt, aber teils auch neu besetzt.

Narrenpräsident Klaus Hörl führte besonnen und objektiv durch den Wahlakt. Für die Elferräte erfolgte die Wahl schriftlich. Dazu kandidierten Uli Depfenhart, Edgar Wilhelm, Ansgar Roming, Michael Kruck und Thomas Glunk auf. Außerdem ließ sich Andreas Kendel erstmals für die "Elfer" aufstellen. Die Amtsperioden dauern jeweils zwei Jahre.

 

Claus "Mimi" Broghammer (Personalmanagement) und Manuel Depfenhart (Bühnen- und Außentechnikmanagement) verließen das Führungsteam. Da Manuel Depfenhart das Amt des Vize-Zunftpräsidenten ausgeübt hatte, musste für diesen Posten ein Nachfolger gefunden werden.

 

Michael Kruck (aus dem Fanfarenzug) wurde, nach einer kleinen persönlichen Vorstellung, vom Elferteam für dieses Amt vorgeschlagen und von der Versammlung bestätigt. Für weitere zwei Jahre wurde Kassierer Franz Arnold im Amt bestätigt. Ebenso wollen die Revisoren Jürgen Haas und Silke Kimmich die Kassen in den kommenden zwei Jahren prüfen.

Die Wahlen im Ausschuss der Hexengilde waren zuvor schon erfolgt und wurden von der Versammlung nur noch bestätigt.

 

Wo gehobelt wird fallen Späne und dabei können auch Meinungen und Ansichten auseinander gehen. So habe es also einige Unstimmigkeiten im Gildeausschuss gegeben. Der bisherige Gildemeister Pascal Hölz und seine Stellvertreterin Jennifer Flaig legten ihre Ämter vor dem Ende ihrer Wahlperiode ab, die wäre erst 2015 gewesen.

 

Neuer Gildemeister ist Steffen Auber, das Amt des Vize übernahm Martin Depfenhart. Der Posten der Schriftführerin wird von Nina Haas geführt. In den Gildeausschuss neu gewählt wurden Andreas Gaulke, Kevin Moosmann und Dominik Nagel. Jens Schlegel kandidierte nicht mehr für den Ausschuss.

 

Die Neu- und Wiederwahlen im Fanfarenzug wurden ebenfalls von der Versammlung bestätigt. Vorsitzende ist dort Nicole Glunk, als erster Tambour wurde Sascha Uhlmann bestellt.

 
 
 
 

Jahreshauptversammlung 2014 - Hooriger Hund, Sulzbach

 

 

Narren engagieren sich über die Fasnet hinaus -   Schwarzwälder-Bote, 23.04.2014

Von Georg Borho Lauterbach-Sulzbach. Die Narrengesellschaft "Hooriger Hund" Sulzbach kann auf ein überaus erfolgreiches Jahr zurückblicken. Der Präsident Erich Fehrenbacher hatte in der Hauptversammlung in der "Wilhelmshöhe" guten Grund, sich bei zahlreichen Mitgliedern zu bedanken."Macht weiter so!", sagte Erich Fehrenbacher am Schluss seines Berichts. Gildemeister Gerold Fehrenbacher sprach gar von einer großen, harmonischen Familie, in der jeder mit jedem spricht. Oberhexe Matthias Kunz stellte fest, am Bau des neuen Hexenwagens sei ab Juli fieberhaft gearbeitet worden, sodass er zur Fastnacht noch rechtzeitig fertig und bei vier Umzügen eingesetzt wurde.
 

Mit acht Neuaufnahmen haben die "Hoorigen Hunde" kräftig Zuwachs bekommen. Bürgermeister Norbert Swoboda stellte fest, die recht engagierte Vereinsarbeit erstrecke sich über die Fasnet hinaus. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Lauterbach harmoniere hervorragend.


 

Das rekordverdächtige Auswurfmaterial über die Fasnet unterstreiche die Freigiebigkeit des Vereins und mit der eigenständigen Kinderfasnet werde in der Jugendarbeit ein wichtiger Beitrag zur sinnvollen Freizeitbeschäftigung umgesetzt. Swoboda: Die Boschelwaldhexen seien an der Fasnet eine Bereicherung und dies über Sulzbach hinaus.

Stefan Pelster, seit zehn Jahren, und Stefan Kunz, seit 14 Jahren im Ausschuss, baten um Ablösung. Für Pelster rückt Sabine Kunz und für Kunz Jessica Moosmann nach. Tobias Link löst Oskar Haas als Vize-Zeltmeister ab. Die Amtsinhaber Evi Brucker als Vize-Präsidentin, Melanie Moosmann als Kassiererin, Matthias Kunz als Oberhexe sowie Jürgen King (Ausschuss), Christine Moosmann (Presse), Ralf Haas (Vize-Gildemeister und Umzugsleiter), Iris Köhnlein (Jugendleiterin) und die beiden Kassenprüfer Alex Haas und Oskar Haas wurden für eine weitere Amtsperiode wiedergewählt.

 

Ein Arbeitsplan wurde beschlossen, bei dem je ein Vertreter des Narrenrats, der Kleidlesträger und der Boschelwaldhexen mitwirkt. Die Teilnahme am zweitägigen Dorffest wird von über 50 Mitgliedern geschultert. Des Weiteren wurde bereits die Teilnahme am Kinderferienprogramm "LauterSpaß" beschlossen. Eine Frühjahrs- wanderung am 18. Mai, ein Ausflug nach Pfaffenweiler am 6. und 7. September und ein Kameradschaftsabend am 8. November dienen der Geselligkeit. Fehrenbacher wies in seiner Vorschau unter anderem auf die Hexen-Party am 10. Januar 2015 hin.

 

 

Sulzbach  Närrisches Urgestein immer noch aktiv    Schwarzwälder-Bote,09.01.2014 17:35 Uhr

 
 

Lauterbach-Sulzbach. Die Ehrungen langjähriger und besonders verdienstvoller Mitglieder bildeten beim Abstauben der Narrengesellschaft "Hooriger Hund" einen zentralen Schwerpunkt.Präsident Erich Fehrenbacher erwähnte in seiner Lobrede das überaus engagierte Bemühen der zu Ehrenden als Garanten, um in der fünften Jahreszeit stets eine begeisternde Fasnet feiern zu können.

Walter Neff gehört seit 55 Jahren der Narrengesellschaft an und ist das älteste, aktive Gründungsmitglied. Wie Fehrenbacher feststellte, ist Walter Neff bei allen Terminen immer gern gesehen und "immer locker drauf". Zusammen mit Walter Fehrenbacher gestaltet er über die Fasnet als "Gaudimacher" stets urige Programmpunkte. Walter "Walle" Fehrenbacher, seit 45 Jahren aktives Mitglied, wird überdies als Küchenchef und bei Arbeitsdiensten hoch geschätzt.

Ehefrau Rita Fehrenbacher sei vor 40 Jahren die erste aktive Frau bei der Narrengesellschaft gewesen, erwähnte der Präsident Erich Fehrenbacher zum allgemeinen Erstaunen. Sie wirkte von 1974 bis 1987 als Kritzelmeisterin. Darüber hinaus ist bei vielen Gelegenheiten ihr handwerkliches Geschick unverzichtbar.

Evi Brucker kann zwar "erst" auf 20 Jahre Mitgliedschaft zurückblicken, ihr Engagement ist indes umso größer einzustufen. Als eine "feste Größe" wirkte sie zunächst von 1988 bis 2000 im Ausschuss mit, von 1997 bis 2001 auch als Kassenprüferin und fungiert seit 2000 als Vize-Präsidentin. Die Zunft- und Bürgerbälle, die von ihr gelegentlich selbst angesagt werden, "leben" von ihren Ideen.

Narrenrat Jens Fehrenbacher ist eine weitere Stütze und kann auf eine zehnjährige Mitgliedschaft zurückblicken. Präsident Erich Fehrenbacher und Gildemeister Gerold Fehrenbacher würdigten die langjährige Vereinstreue mit Urkunden und Präsenten. Jessica Moosmann und Marius Müller verdienten sich für ihre besonderen Verdienste den Ehren-Orden der Europäischen Narrenvereinigung Baden-Württemberg.

 

 

 

Eschbronn XXL-Dreschflegel auf dem Dorfplatz   Schwarzwälder-Bote,08.01.2014 17:35 Uhr

 
 
 

Früh am Morgen begannen die elf Drescher das im Sommer geerntete Getreide zu dreschen und mittels einer Original Putzmühle die Spreu vom Weizen zu trennen. Anschließend wurde auf dem Dorfplatz der XXL-Dreschflegel gestellt und auf dem Schulhof fand die Brauchtumsaufführung statt.

Gildemeister Mike Schwenk begrüßte die närrische Zeit mit Reimen und nahm einige Ehrungen vor. Für fünf Jahre im Hecke- Pfiefer Kleidle wurden Daniela Kobel, Janina Löffler, Christine Scheck und Matthias Zehnder mit einem kleinem Dreschpflegel geehrt. Als neue Hästräger wurden Sabrina Borho und Julian Rapp in die Narrengilde aufgenommen. Der erste Auswärtstermin für die Locherhofer Narren ist am Sonntag, 12. Januar, der Jubiläumsumzug der Narrenzunft Gruol.

 

 

 

 

Hardt Bereicherung durch drei neue Katzen     Schwarzwälder-Bote,09.01.2014 11:21 Uhr

Hardt (czh). Zum Abstauben der Katzenkleidle im "Grünen Baum" in Hardt begrüßte Zunftmeister Jürgen Ganter "älle Gäst´ zum Dreikönigsfest". Er erwartete "a scheens Gedicht im Abstaub-Presse-Bericht", aber zuerst "dürfet meine Räte dichta, um in Verse zu berichta". Zeremonienmeister Roland Laufer aber nahm "da groß´ Staubwedel in d´Hand zum Abstaube elle mitanand".

Seine Ankündigung machte er dann wahr und holte Stück für Stück das weiße und das schwarze Häs der Katzen aus der Truhe mit dem Katzenwadel und der Maske mit dem weichen Fell, so dass dann beim Tanz der Katzen zum ersten Mal in diesem Jahr das Geschell zu hören war.

"Dia Warterei isch heit vorbei, dia Hardter Katza sin jetzt frei", stellte Kritzelmeister Thomas Roming fest. Nicht ganz so frei fühlte sich Säckelmeisterin Karin Bea, weil in Mariazell ihr "Claude macht Rabatz" weil sie wieder gehört "da Hardter Katz". Er wird es aber ertrage, denn auch an Fasnet vergehen die Tage.

Dann sind die Katzen wieder ganz zahm und Claude kann die seine wieder nehmen in den Arm.

Allerdings beginnen für die Katzen die Auswärtstermine schon am 18. Januar mit dem 40-Jahre-Nachtumzug in Herrenzimmern. Erst Anfang März kommt der Abschluss in Sicht mit dem Gegenbesuch bei der Katzenzunft Messkirch im Allgäu. Dort werden auch drei neue Katzen dabei sein, denn die wurden mit dem Katzenschlag in die Gemeinschaft aufgenommen.

 

 

Schramberg-Sulgen  Hansel erhält einen flauschigen Begleiter(lh)

 

Schwarzwälder Bote 09.01.2014

 
 

Schramberg-Sulgen - Vielleicht lag’s am dürftigen Besuch der Mitglieder, an der langen Fasnet oder am berufsbedingten Fehlen ihres Chefs Hape Marte: Beim Abstauben im Gasthaus Kegelstube kamen die "Krattemacher" noch nicht so richtig in Feierlaune. Grund zu feiern hat die Narrenzunft Sulgen: Am 22. und 23. Februar ist das Jubiläum zum 75-jährigen Bestehen. Dabei hatte der Elferrat unter Vize Ulrich Schäfer für die Zeremonie etwas Witziges ausgeheckt. Als Gildemeister Sascha Bopp die Schlaufen des großen Krattens löste und den Deckel öffnete, war erst einmal Staunen angesagt. Da klammerte am schlummernden Hansel ein flauschiger Kuschelbär. "Der Hansel hat gesagt, er fühle sich immer so einsam in seinem Verlies, weshalb wir seinem Wunsch auf diese Weise nachgekommen sind", lüftete Bopp das Geheimnis und schritt zur Tat.

Mit dem Reim "Drum vom Staub ich dich befrei, lustig ist die Narretei. Ich befreie dich von allen Sorgen, bis am Aschermittwoch-Morgen", säuberte er das ungleiche Paar mit dem Wedel. Wie in Zeitlupe wagte der zu neuem Narrenleben erweckte Hansel die ersten Schritte in die Freiheit, testete mit einem kräftigen Schütteln das Geschell und sprang bald putzmunter umher.

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Zahlreiche Mitglieder der Narrenzunft Sulgen werden beim Abstauben von ENV-Präsident Berthold Schneider (Vierter von links) und Sulgens Vize-Präsident Ulrich Schäfer (links) für ihre Verdienste um die Fasnet gewürdigt. Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder-Bote
 

Nach gründlicher Bemusterung durch das hochnotpeinliche Narrenprüfgericht mit Kurt Weisser und Sascha Bopp erhielten zwei Hansel und ein Feurenmoosgeist den erforderlichen Freigabestempel und sorgten mit weiteren Gesellen wie die Kaffeedohlen für den ersten Brezelsegen der Fasnet 2014. Alleinunterhalter "Specht" umrahmte das Abstauben musikalisch. Zuvor hatte die Hanselgilde getagt, im Mittelpunkt stand die zehnte Ausgabe des Mitteilungsblatts.

Gildemeister Sascha Bopp würdigte Manfred Staiger, dessen Idee es einst war, in dieser Form Mitglieder und Freunde der Krattemacherzunft über die Aktivitäten rund um die Sulgener Fasnet zu informieren. 2014 ist der Terminkalender gut gefüllt. Zu den Höhepunkten zählen neben dem eigenen Jubiläum die Feiern zu 55 Jahre Heuliecherzunft Mariazell am 18. Januar, das Jubiläumsnarrentreffen in Rust (9. Februar) und die Burafasnet im Schweizer Büsingen am 9. März.

Von Lothar Herzog Schramberg-Sulgen. Das traditionelle Hansel-Abstauben am Dreikönigstag ist für die Narrenzunft Sulgen der passende Rahmen, um verdiente Mitglieder und Funktionäre zu ehren.

Bereits zum 17. Mal war aus diesem Grund der Präsident der europäischen Narrenvereinigung Baden-Württemberg (ENV), Berthold Schneider, zu Gast bei den "Krattemacher". Schneider unterstrich in seiner Laudatio, wie wichtig es für eine Zunft ist, ihre ehrenamtlich tätigen Mitglieder entsprechend zu würdigen. Es seien die besonderen Verdienste der Ehrenamtlichen, die das Fastnachtsbrauchtum erhalten, betonte der ENV-Chef und überreichte Silke Bopp, Anita Bopp und Birgit Schuler den ENV-Revers­orden.

Den Europa-Narr in Bronze nebst Urkunde erhielten Ramona und Mathias Jackopaschke. Die gleiche Plakette in Silber gab es für die beiden neuen Elferräte Frank Gebele und Martin Kläger. Sonja Baier und Michael Seidel wurden mit dem Narr von Europa in Gold ausgezeichnet. Ulrich Schäfer, Sulgens stellvertretender Zunftpräsident, heftete Thomas Weigle und Klaus Müller den Sonderorden der ENV ans Revers.

Mit der Elferratskette für mindestens fünf Jahre im Gremium des Elferrats wurde Klaus Bühler belohnt. Gemäß dem Motto "das Beste zum Schluss" wurden Herbert Engel und Wilfried Sommer in den Stand der Obernarren erhoben, sie wurden also Ehrenmitglieder.

Als ehrbare Narren hätten sie sich viele Jahre redlich bemüht, das Brauchtum zu hegen und zu pflegen, zum Wohle und Gedeih der Zunft, philosophierte Schäfer, der den beiden sichtlich überraschten Jubilaren mit Urkunde und Holztafel mit Hansel gratulierte. Elferrätin Sonja Kaiser setzte Engel und Sommer die Ober-Narrenkappe auf.

An dem Abend wurde auch das Motto für den Bürgerball am Samstag, 1. März, verraten: Amerika. Den gewohnten Zweizeiler musste Hape Marte allerdings aus dem beruflichen Exil herschicken. Per SMS reimte er an seine Gefolgsmannschaft: "Dia Krattemacher sin bekannt, von Alaska bis nach Feuerland."

 
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Schiltach Büttenreden, Sketche und Tanz(ks),08.01.2014 10:04 Uhr, Schwarzwälder Bote

 

Schiltach - Die Narrenzunft möchte den Fasnetssamstag in der Fachwerkstadt neu beleben. Ihre Idee: Für und mit den Schiltachern einen Bürgerball zu gestalten. Dieser soll am 1. März im Pater-Huber-Saal stattfinden, Beginn ist um 20.11 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Euro.

"Wir haben gesehen, dass viele Leute im Alter um die 40 während der Fasnetszeit gar nicht mehr ausgehen", erklärte Alexandra Vondrach, Vizechefin der Narrenzunft. Ursprünglich hatte Bürgermeister Thomas Haas den Verein dazu angeregt, am närrischen Samstag eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Ein Brauchtums­abend wäre genau richtig, um die nicht mehr ganz junge Generation anzusprechen, einigten sich die Saisonteufel, Mägde, Lehnsfrauen und Räte schnell.

Lustig seien die Fasnetsbälle, die Partylaune und Remmidemmi bieten. Allerdings ziehen diese mehr das jüngere Publikum an, findet die Narrenzunft. Deshalb soll dem "älteren Volk" die Chance gegeben werden, auf seine Kosten zu kommen. Ein besonderes Angebot der Narrenzunft ist in diesem Zusammenhang ein Fahrdienst, sodass die Besucher etwas trinken können.

Büttenreden, Sketche und Tanzaufführungen soll es geben. Hästräger von außerhalb kommen nicht hinzu, es bleibt ein reiner Brauchtums­abend mit Einzelpersonen und Gruppen aus Schiltach oder Schenkenzell.

"Wir wissen nicht, ob der Bürgerball läuft – aber wenn man es nicht versucht, weiß man es auch nicht", gestand Alexandra Vondrach ein und hofft auf guten Zuspruch. Ein Motto für den Abend ist nicht vorgesehen, aber ein abwechslungsreiches Programm steht bereits. Am Fasnetsonntag wird die Narrenzunft dann wieder am Seifenkistenrennen und beim Umzug zur Stelle sein.

 
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 Aichhalden Narrenbaum immer pünktlich mit "Hex’" geschmückt                       

 Schwarzwälder Bote - 08.01.2014
 

 
 Aichhalden (ks). Zunftpräsident Klaus Hörl äußerte gleich zu Beginn des Abstaubetags seine Freude darüber, langjährige Ehrenmitglieder zu neuen "Obernarren" der Narrenzunft ernennen zu können. Diese besondere Ehre wurde Doris Wössner, Gabi Moosmann, Karl-Hermann Rauch und Manfred Storz zuteil.

Zwölf Jahre lang Kindergarde geleitet

Doris Wössner trat 1985 in die Narrenzunft ein. Zwölf Jahre lang leitete sie die Kindergarde.

Als Unterkassiererin ist Wössner für die Mitglieder ohne Lastschrifteinzugsermächtigung tätig. "Über viele Jahre hinweg hat sie pünktlich zum ›Schmotziga Dunschtig‹ den Narrenbaum mit de Hex’ am Boam geschmückt", lobte Franz Kern, Oberzunftmeister der Freien Narrenvereinigung Waldgau. Gabi Moosmann ist seit 1977 bei der Narrenzunft.

Von 2000 an bis zum vorigen März war Moosmann im Gildeausschuss tätig, wo sie sich sieben Jahre lang als Schriftführerin eingesetzt hatte. Im Jahr 1979 trat Manfred Storz in die Narrenzunft ein. Das Urgestein der Aichhalder Zunft findet man meist mitten im Fanfarenzug. Dort ist er nach wie vor als aktiver Bläser tätig. Storz begleitete in der Vergangenheit das Amt des Vizevorsitzenden und war außerdem Kassier sowie Zeugwart im Fanfarenzug. Seit vielen Jahren wirkt Storz im Organisations- und Vergnügungsausschuss mit, insbesondere bei den Planungen des Zunftballs.

Karl-Hermann Rauch trat 1972 in die Narrenzunft ein. Auch Rauch ist aus ein Urgestein der Aichhalder Narrenzunft und war in verschiedenen Funktionen und Gremien tätig. Dazu zählen der Fanfarenzug, der Elferrat und auch der Hexen-Gildeausschuss.

Zunftpräsident Hörl dankte den Geehrten für ihr langjähriges Engagement und überreichte ihnen jeweils ein Präsent und die "Obernarrenurkunde".

 

 
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Herbstversammlung 25.10.2013 der Freien Narrenvereinigung - Bericht Schwarzwäder Bote 

 

 

Bei der Herbstversammlung der FNMS erleben die Zunftvertreter bei Obernarr Helmut Bergthal (rechts) im Klein Paris mit Star-Tenor und Pararotti-Double Otto Schmid (Fünfter von rechts) viel Spaß und gute Unterhaltung. Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder-Bote

 
Von Lothar Herzog Schramberg-Sulgen/Eschbronn/Hardt.
 
Die Mitgliedszünfte der Freie Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald (FNMS) sind auf die kommende Fasnet bestens vorbereitet. Sie werden die Jubiläen der Heuliecherzunft Mariazell und der Krattenmacherzunft Sulgen nach Kräften unterstützen.

Letzte Details wurden bei der Herbstversammlung im Nachtlokal "Klein Paris" abgeklärt. Obwohl am 18. Januar 2014 in Aichhalden der Hexenball stattfindet und auch in Herrenzimmern ein Jubiläum gefeiert wird, ist Heuliecher-Chef Michael Koch zuversichtlich, dass genügend Narren den Weg nach Mariazell zum Brauchtumsabend und Umzug anlässlich des 55-jährigen Bestehens finden. Es sei immer schwierig, den richtigen Termin zu finden. Bis jetzt hätten sich schon über 250 Hästräger angemeldet, verriet Koch erfreut.

 

Das Jubiläumswochenende der Narrenzunft Sulgen wird mit dem Kindernarrensprung der FNMS am 22. Februar 2014 eingeläutet. Die Aufstellung für den Narrensamen erfolgt bei der Grundschule der alten Kirche, Start ist um 13.30 Uhr. Von dort führt die Umzugsstrecke die Sulgauer Straße hinunter bis zur Festhalle. Dies sei genau die richtige Weglänge, unterstrich Oberzunftmeister Hape Marte. Später feiern dann die Mitgliedszünfte den Brauchtums- abend in der Festhalle Sulgen. Beim Zunftmeisterempfang am Sonntag, 23. Februar, ist Sulgens Obernarr Helmut Bergthal um 9 Uhr erneut Gastgeber.

 

Der Startschuss für den großen Jubiläums-Narrensprung fällt um 11.11 Uhr, die Aufstellung erfolgt in der Hörnlestraße/Bergstraße. Ziel ist wiederum die Festhalle. Die Teilnehmer des Zunftmeisterempfangs werden mit dem Shuttlebus zur Umzugsaufstellung chauffiert. Nach dem Umzug sind zur Unterhaltung Darbietungen von verschiedenen Zünften vorgesehen.

Der erste Sommertreff der FNMS, den Sulzbachs Narrenchef Erich Fehrenbacher organisierte, erwies sich als gelungene Veranstaltung, die beibehalten werden soll.

 

Alwin Staiger von der Baronengilde Lackendorf erklärte sich spontan bereit, den Treff im nächsten Jahr vorzubereiten. Der Termin soll bei der Frühjahrsversammlung in Lackendorf festgelegt werden. Bei der Vorschau auf die Fasnet 2015 verriet Jürgen Ganter, dass der traditionelle Rolletag dann auf einen Samstag falle und die Katzenzunft Hardt bereit sei, den Kindernarrensprung auszurichten. Dies wäre zudem ein schöner Beitrag zum 175-jährigen Bestehen der Gemeinde Hardt, so Ganter.

 

Klein-Paris-Wirt Helmut Bergthal überraschte die FNMS-Versammelten nicht nur mit Speis und Trank, sondern auch mit Überraschungsgast Otto Schmid, der als Pavarotti-Double mit stimmgewaltigem Tenor und anspruchsvollem Repertoire begeisterte.

 

 

 

Jahreshauptversammlung der Narrenzunft Sulgen 2013

Schramberg Kurt Weisser übergibt den GeldsackSchwarzwälder-Bote,26.11.2013 17:51 Uhr

 

Von Lothar Herzog Schramberg-Sulgen. Bei der Narrenzunft Sulgen wurde auf der Hauptversammlung ein Generationenwechsel eingeläutet. Säckelmeister Kurt Weisser übergab nach 23-jähriger Amtszeit die Schatulle an Vizekassiererin Sonja Kaiser, die einstimmig zur Nachfolgerin gewählt wurde. In seiner Laudatio betonte Zunftpräsident Hans-Peter Marte, Weisser habe für die Narrenzunft gelebt. Vor seiner Tätigkeit als Kassierer habe er sechs Jahre lang als zweiter Kassierer und drei Jahre als Schriftführer fungiert. Im Elferrat scheide er nach 36 Jahren aus, außerdem sei er ein Kleidlesprüfer in Perfektion gewesen, hob Marte hervor. Obwohl die offizielle Verabschiedung des Säckelmeisters erst am 6. Januar beim traditionellen Abstauben im Gasthaus Kegelstube erfolgen wird, erhielt Weisser von den Mitgliedern stehend lang anhaltenden Applaus.

Den durch Sonja Kaiser frei gewordenen Posten des Vizekassierers übernimmt für zunächst ein Jahr Klaus Bühler. Im Amt bestätigt wurden Präsident Hape Marte, der damit in eine neue Amtszeit geht, Schriftführer Uli Schäfer sowie die beiden Kassenrevisorinnen Gabi Schwarz-Böhler und Nicole Uhl-Genaro. Grund zur Freude hatte Marte bei der Wahl des Elferrats.

Mit Frank Gebele und Martin Kläger rücken zwei Sulgener Fasnet-Urgesteine neu ins Gremium. Wieder gewählt wurden Thomas Klukas, Hans-Peter Marte und Ulrich Schäfer. Unmittelbar nach seiner Wahl kündigte Gebele an, alles dafür tun zu wollen, dass das Jubiläumsjahr der Krattenmacherzunft ein Erfolg wird. Für den nach zwölf Jahren ausscheidenden Joachim Weisser wurde Matthias Schneider neu in den Hanselgilde-Ausschuss gewählt. Für weitere zwei Jahre bestätigt wurden Alexandra Flaig, Klaus Müller und Thomas Weigle.

Schramberg-Sulgen (lh). Für das im kommenden Februar anstehende Jubiläum zum 75-jährigen Bestehen bittet die Narrenzunft Sulgen ihre Mitglieder zur Kasse. Sie sollen einen zusätzlichen Jahresbeitrag spenden.

In der Hauptversammlung im Gasthaus Paradies begründete Narrenpräsident Hape Marte seinen Antrag auf die mit der SEPA-Umstellung verbundenen Unwägbarkeiten. Auch solle der von der Zunft als Spende angesehene Sonderbeitrag als Anschubfinanzierung dienen. Dadurch lasse sich die Arbeit für die Jubiläumsvorbereitung auf eine solide finanzielle Basis stellen, zumal hierfür eine ausreichende Vorfinanzierung erforderlich sei. Der Sonderbeitrag in Höhe eines normalen Jahresbeitrags sei freiwillig und jedes Mitglied könne bei ihm oder beim Elferrat dieser Abbuchung widersprechen, es genüge die mündliche Form.

Der Elferrat und er seien sich einig, ein solcher Sonderbeitrag, wie er 2008 schon einmal erhoben worden sei, komme bei den Mitgliedern besser an als den Jahresbeitrag zu erhöhen, erklärte Marte. Zur allgemeinen Überraschung gab es keine Diskussionen und der Beschluss erfolgte einstimmig.

Der Auftakt der Jubiläumsveranstaltung ist dem Narrensamen vorbehalten. Der Kindernarrensprung startet am Samstag, 22. Februar, um 13.30 Uhr am Kirchplatz der alten St.-Laurentius-Kirche. Abends wird bei einem Brauchtumsabend gemeinsam mit den Zünften der Freie Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald (FNMS) gefeiert. Für das Narrentreffen am Sonntag, 23. Februar, um 11.11 Uhr haben alle neun Zünfte der FNMS ihr Kommen zugesagt.

In seinem Jahresbericht erinnerte der Narrenpräsident an die denkwürdige Hauptversammlung 2012, als mit Sonja Kaiser und Sonja Baier erstmals zwei Frauen in den Elferrat gewählt wurden. Das Duo wie auch Vizepräsident Uli Schäfer hätten für ein zielorientiertes Arbeiten und viel Harmonie im Elfergremium gesorgt, hob Marte hervor. Lobend erwähnte er zudem die Bereitschaft und den Mut der eigenen Aktiven, die mit ihrer Darbietung den Bürgerball wieder zu einem Höhepunkt der Sulgener Fasnet hätten werden lassen. Gildemeister Sascha Bopp appellierte an die Mitglieder, sich beim Zunft- und Bürgerball einzubringen. Angesprochen sollten sich jene Personen fühlen, die nicht am Programm mitmachten. Dies sei schon lange ein Laster der Zunft, das es abzustellen gelte, forderte Bopp.

Die Ausgabe für die 18 Hansel-Leihkleidle und elf Feurenmoosgeister ist am 18. Januar ab 14 Uhr im Zunftraum.

 

 

Baronengilde Lackendorf

 

Neue Ehrenmitglieder ernanntSchwarzwälder-Bote,13.11.2013 18:50 Uhr

 

 

In der Hauptversammlung der Baronengilde wurden auf den Vorschlag des Baronenrats Simone Jauch, Gabriele Jerger-Benner und Josef Horvath zu Ehrenmitgliedern ernannt. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Bianca Benner, Gabriele Jerger-Benner, Christine May, Anita Schulz, Birgit Wenger ausgezeichnet. Für zehn Jahre bei den Baronen Chris Kammerer, Marc May, Julia Horvath, Dennis Haas, Tizian Bihl, Fabian Bihl, Ulrich Baumann, Larissa Müller Rainer Braunschweiger. Einige der Geehrten (von links) Christine May, Bianca Benner, Gabriele Jerger-Benner, Simone Jauch. Foto: Reichert

 

Jahreshauptversammlung Narrenzunft Schiltach 

 

Schiltach Narri-Narro-Rufe wecken VorfreudeSchwarzwälder-Bote,13.11.2013 11:52 Uhr

Von Nina Lipp

Schiltach. Endlich ist es soweit – die Fasnet rückt näher. Die Narrenzunft Schiltach stimmte sich auf ihrer Generalversammlung darauf ein.

Zunftmeister Stefan Wolber dankte dem stellvertretenden Zunftmeister Karl Fehrenbacher, der sich nicht mehr zur Wahl stellte. Zur Zunftmeister-Stellvertreterin sowie zum Sekretarius wurde Alexandra Vondrach gewählt. In ihrem Amt als Säckelmeisterin wiedergewählt wurde Marion Bauer und zum kommisarischen Zeugwart wurde Ursula Mayer gewählt. Die gewählten Zunfträte heißen Christoph Hagmann, Alex Fehrenbacher und Alexander Götz.

Unter tosenden Applaus der Narren wurde Sabine Bösel für ihr langjähriges Engagement für den Verein zur Ehrenzunftmeisterin ernannt. Zugleich erhielt sie mit Waltraud Fehrenbacher, Jürgen Bühler und Richard Hübner für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft den Zunftbrief. Nicht genug, erhielt Bösel mit Emilie Bauer die ENV-Orden für besondere Verdienste. Für fünf Jahre aktive Mitgliedschaft erhielt Eyleen Richter einen Bronzeorden. Wie in den vergangenen Jahren habe die Nacht der Narren und das Schnurren wieder ordentlich Geld in die Kasse fließen lassen, so die entlastete und wiedergewählte Säckelmeisterin Marion Bauer. Besonderen Dank richtete die alte und neue Kassiererin der Narrenzunft an die Stadt Schiltach, die für die Dachsanierung mit 3700 Euro bezuschusst hatte. Insgesamt konnte ein Gewinn von 11 250 Euro ausgewiesen werden.

Nach der Entlastung der Vorstandschaft durch Ehrenzunftmeister Achim Mayer wurde die Satzung geändert. . Da es immer schwieriger werde, alle Vorstandsämter zu besetzen, wurde im Zunftrat beschlossen, zum "alten System" zurückzukehren. Dies bedeutet, dass das Amt des zweiten Zunftmeisterstellvertreters abgeschafft wird. Ehrenzunftmeister Achim Mayer schlug vor, auch das Amt des "Aktenwurmes" zu streichen. Dieses wird von Herbert Wöhrle ausgeführt – und ist auf Lebenszeit angelegt. Beiden Änderungen stimmte die Versammlung einstimmig zu.

Ehrenzunftmeister Achim Mayer sprach das traditionelle Schlusswort des Ehrentisches und dankte der Vorstandschaft für ihre geleistete Arbeit sowie allen Aktiven, die zur Fasnet fleißig mitsprängen. Er wünschte allen Mitgliedern eine glückselige Fasnet und beschloss die Sitzung mit drei kräftigen Narri-Narro-Rufen

 

 

 

 

 

 

Jahreshauptversammlung Heuliecherzunft Mariazell 2013

 

Der Schmotzige lockt wieder viele in die Mühlbachhalle

 

Schwarzwälder-Bote, 10.04.2013 20:05 Uhr Eschbronn-Mariazell (lh).

 

 Dank des Zusammenwirkens von Heuliechern, Sportverein und Musikverein ist in Mariazell am Schmotzigen wieder was los. Und auch die Nacht der Hexen entpuppt sich immer mehr zum Publikumsmagnet. Eine durchweg positive Bilanz der zurückliegenden Fasnet zog Zunftmeister Michael Koch in der Hauptversammlung im Sportheim am Waldeck. Das Konzept am Schmotzigen mit Schlüsselübergabe, Hemdglonkerball und Unterhaltungsprogramm in der Mühlbachhalle habe sich bei der zweiten Auflage bewährt und komme gut an und werde in dieser Form fortgesetzt. Das gleiche gelte auch für die Nacht der Hexen mit Gastzünften, Häsvorstellung und Showtänzen, blickte Koch voraus. Allerdings wird es die dritte Hexennacht erst im Jahre 2015 geben, weil die Heuliecherzunft an der kommenden Fasnet an diesem Termin bei den Sulgener Krattenmachern zu deren 75-jährigem Bestehen zu Gast ist. Anstelle der Nacht der Hexen wird es am 18. Januar einen Nachtumzug und Brauchtumsabend mit den befreundeten Zünften der Freien Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald (FNMS) geben. Zudem werden die Heuliecher und Rotseehexen das 25. Jubiläum der Wurzelhexen Tennenbronn besuchen und auch beim Ringtreffen der Narrenvereinigung Schwarzwald-Baar-Heuberg in Wurmlingen mit von der Partie sein. Voll des Lobes war Gildemeister Meik Heilmann, weil beim traditionellen Abstauben am Dreikönigstag 122 Hästräger in die Mühlbachhalle gekommen waren. Für 25 Sprünge zeichnete er Bernhard Ginter, Birgit Schaumann, Andrea King, Isabell Schaumann und Michaela Schaumann aus. Auf doppelt so viele Einsätze bringen es Manuel Ebert, Michaela Trenkle, Günter Jauch und Sonja Nill. 75 Sprünge haben Frank Ganter, Steve Jaki, Elvira Preuss, Jürgen Ratz und Christa Lörcher hinter sich und exakt 100 Mal sprang Susanne Srdinko im Kleidle. Claudius Bea hat mit 150 Sprüngen Kurs auf Rekordhalter Thomas Weber genommen, der bei 175 Sprüngen angekommen ist. Der Jahresausflug führte in die Lochmühle nach Eigeldingen zur Bauernolympiade. Als treffsichere Lebendkicker erwiesen sich die Rotseehexen bei der Sportwoche des SV Mariazell. Eine gute Gelegenheit, ihre Fasnetsgarderobe wieder auf Vordermann zu bringen, hatten Springer und Räte beim Zubehörverkauf in der Zunftstube im "Sternen". Die Neuwahlen brachten keine Veränderungen. Für 25-jährige Mitgliedschaft ehrte der Zunftmeister Andrea Bühler, Michael Mager, Karola Rapp, Heike Reuter und Gerhard Stern mit dem hölzernen Heuliecher. Seit 40 Jahren halten Siegfried Haberstroh und Karl-Josef Schumacher den Mariazeller Narren die Treue und wurden hierfür mit der Heuliecher-Holztafel gewürdigt.

 

 

 

Jahreshauptversammlung 2013 "Hooriger Hund Sulzbach"

 

 Keine Alternative zum Präsidenten

Schwarzwälder-Bote, 02.04.2013 20:02 Uhr Von Georg Borho Lauterbach-Sulzbach.

 

Wie der Präsident der Narrengesellschaft "Hooriger Hund", Erich Fehrenbacher, in der Hauptversammlung im Gasthaus "Wilhelmshöhe" betonte, lasse sich das Jahr 2013 wieder problemlos planen. So hätten sich an der diesjährigen Fasnet die Bälle wiederum als tolle Erfolge erwiesen und insbesondere der Umzug am Sonntag sei auf großes Interesse gestoßen. Die Schriftführerin Daniela Haas und die Jugendleiterin Iris Köhnlein wechselten sich bei ihren Berichten ab, waren indes am Ende der einhelligen Meinung "schee war’s". Gildemeister Gerold Fehrenbacher, gestrenger Chef über 51 Kleidlesträger, sprach ein großes Lob aus. Die große Beteiligung bei öffentlichen Auftritten und demzufolge auch viel Auswurfmaterial habe relativ hohe Kosten ausgelöst. Die Oberhexe Matthias Kunz meinte, mit dem Jubiläum der Lauterbacher Hochsteiger Hexen habe das Jahr bereits mit einem absoluten Höhepunkt begonnen. Mit seinen "heißen Jungs" habe er eine kurze aber intensive Fasnet erlebt und freue sich bereits darauf, nächstes Jahr wieder eine längere Fasnet erleben zu können. Dass unterm Strich finanziell nicht noch mehr hängen blieb, löste bei einigen Stirnrunzeln aus. Die Kassiererin Melanie Moosmann konnte indes jeden Posten exakt begründen. "So eine gute Mannschaft an der Spitze zu haben, ist etwas wert", sagte der Ex-Präsident Egon Moosmann. Die stellvertretende Präsidentin Evi Brucker betonte, trotz seiner vielfältigen Verpflichtungen gebe es derzeit keine Alternative zum Präsidenten Erich Fehrenbacher. Sie appellierte eindringlich, ihn zu entlasten. Danach stellte sich Fehrenbacher für eine weitere Amtsperiode, inzwischen bereits die zehnte, wieder zur Verfügung. Gildemeister Gerold Fehrenbacher, in Personalunion Zeltmeister und Regisseur bei sämtlichen Bällen, bat ebenfalls um Entlastung. Er sah die Zeit dafür reif, junge Kräfte in die Pflicht zu nehmen. Er wolle sich nicht vollständig zurückziehen und stehe auch weiterhin zur Verfügung. Er stellte sich aber als Gildemeister wieder zur Verfügung. Seinen Posten als Zeltmeister übernimmt Marius Müller und die Regieleitung teilen sich Evi Brucker und Stefan Kunz. Die stellvertretende Oberhexe Steffen Fehrenbacher bat um Ablösung und wurde von Sebastian Harbig beerbt. Schriftführerin Daniela Haas und die Ausschussmitglieder Ralf Haas, Ralf Wöhrle, Klaus Hermann und Birgit Müller stellten sich wieder zur Verfügung, wie auch Christine Moosmann, die als Pressewartin und als Hilfskassierer fungiert sowie Sabine Kunz als Vize-Jugendleiterin und die beiden Kassenprüfer Alexandra Haas und Oskar Haas. Die Anschaffung eines Wagens für die Boschelwaldhexen, zwar bereits eine beschlossene Sache, entwickelte sich zu einem Schwerpunktthema. Bei der Vorstellung des Jahresprogramms wies Fehrenbacher unter anderem auf eine "Straßen-Putzete" in Sulzbach am 5. April, eine Höfe-Wanderung in Sulzbach mit Josef King am 28. April, ein Tagesausflug in den Erlebniswald Mahlstetten am 1. September und auf eine Brauchtums-Veranstaltung am 15. Februar 2014 hin.

 

 

Schwarzwälder-Bote, 10.04.2013

 

Jahreshauptversammlung 2013  "Heckepfiefer-Narrengilde Locherhof"

 

Am Samstag, 06.04.2013 fand die 26. Hauptversammlung der Hecke-Pfiefer-Narrengilde aus Locherhof statt. Im vollbesetzten Sportheim des Fußballvereins konnte der Vorsitzende der Hecke-Pfiefer, Frank Rapp, neben Vereinsvertretern auch Gemeinderat Erwin Ebert und den designierten Bürgermeister Franz Moser begrüßen. Bei den Wahlen gab es folgende Änderungen: Die stellvertretende Vorsitzende Silke Staiger kandidierte nicht mehr. Nach einstimmiger Wahl übernimmt nun Jan Bochinger dieses Amt. Ebenfalls neu in den Ausschuss gewählt wurde Andreas Schmieder. Silke Staiger bekam als kleines Zeichen des Dankes vom Vorstand einen Blumenstrauß und einen Gutschein überreicht. Nach 25-jähriger Tätigkeit als Kassenprüfer gab Rainer Hug sein Amt ab. Für diese Funktion stellte sich Christine Scheck zur Wahl und wurde von der Versammlung einstimmig gewählt.

 

 

 

Schramberg-Sulgen           Narren blicken auf Jubiläumsjahr voraus 

Schwarzwälder-Bote,15.04.2013 10:07 Uhr

 

Schramberg-Sulgen. Nach der Fasnet ist vor der Fasnet, vor allem für die Narrenzunft Sulgen, die im kommenden Jahr ihr 75-jähriges Bestehen feiern kann.

Dieses Jubiläum wollen die Sulgener "Krattenmacher" zwei Tage lang mit den befreundeten Zünften der Freien Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald (FNMS) feiern. Hierzu sind die Vorbereitungen bereits im Gange, es wurden schon viele Einladungen verschickt.

Die Narrenzunft Sulgen wurde am 6. Januar 1939 im Gasthaus Rose aus der Taufe gehoben, doch der Krieg machte eine Wiedergründung erforderlich, die Anfang 1947 erfolgte. Der Auftakt der Feierlichkeiten ist dem Narrensamen gewidmet, der am Samstag, 22. Februar 2014, ab 13.30 Uhr auf der verkürzten Umzugsstrecke vom Wittum (Aufstellung) über die Garten- und Lindenstraße, Kirchplatz und Sulgauer Straße zur Festhalle Groß und Klein zum Kindernarrensprung und anschließendem Brauchtumsnachmittag einlädt. Abends wird beim Zunftball weiter gefeiert. Früh aufstehen heißt es am Sonntagmorgen, 23. Februar, für Hästräger, Elferräte und Präsidenten der FNMS, die sich bereits um 9 Uhr im Casino Ganter in der Aichhalder Straße zu einem Zunftmeisterempfang treffen. Zur ungewohnter und närrischer Zeit findet um 11.11 Uhr auf der gleichen Umzugsstrecke wie am Vortrag der Jubiläumsnarrensprung mit Zünften des FNMS-Rings sowie weiteren befreundeten Narrenvereinen aus der schwäbisch-alemannischen Fasnetregion statt. Hinterher feiern die Narren in der Festhalle und in Partyzelten vor der Halle und im Pausenhof der Schule ausgiebig weiter.

 

 

Jahreshauptversammlung der Pfrieme-Stumpe 2013

Schwarzwälder-Bote,21.04.2013

 

Von Madeleine Schüler Schramberg-Tennenbronn In der 41. Jahreshauptversammlung der Narrengilde Pfrieme-Stumpe wagte Gildemeisterin Helga Wölk einen ersten Ausblick auf die Fasnet 2014.Sie hoffe auf mehr Beteiligung der Tennenbronner Zünfte am Fasnetssonntag. Der Narrenbaum werde diesmal im Januar vor dem Jubiläum der Wurzelhexen aufgestellt. Sie sprach das Problem an, dass es schwierig sei, jemanden zu finden, der die Arbeitseinteilung organisiere. Dem ausscheidenden Zeugwart Jürgen Wohlgemuth, der eine große Lücke hinterlasse, dankte sie für dessen gute Arbeit. Er habe auch das "Summerland" stets souverän organisiert und geleitet.

Ortsvorsteher Klaus Köser beantrage die Entlastung des Vorstands mit einer eleganten Rede ein. Die Fasnet sei anziehend und unverwüstlich, und die Narrengilde habe dazu wieder viel geleistet und sei kräftig gefordert worden.

Die wichtigsten Ergebnisse bei den Neuwahlen war die Ernennung von Werner Eckert zum stellvertretenden Vorsitzenden, die Ablösung des 38 Jahre lang dienenden Zeugwarts Jürgen Wohlgemuth durch Sascha Hotz sowie die Wahlen von Wolfgang Schiele und Mathias Pfaff zum Gilderat, womit Ralf Fichter und Werner Eckert abgelöst sind. Bei den vier Aktivenvertretern wird Julian Günter anstelle von Wolfgang Schiele die Kappel-Geister repräsentieren, und Denise Schondelmaier übernimmt die Vertretung der "Dancers" von Melanie Seiler. Die "Crazy-Dancers" werden nur noch diese Saison auftreten, die Nachfolge übergeben sie dann an "One Two Step". Helga Wölk als Vorsitzende, die zweite Kassiererin Helga Moosmann, Schriftführerin Monika Moosmann, die Gilderäte Nadja Schondelmaier, Lothar Haas, Volker Obergfell und Rocco Del Colle, sowie die Aktivenvertreter der Pfrieme-Stumpe, Melanie Hug, und der Linde-Wieble, Yvonne Obergfell, wurden bestätigt. Erster Kassenprüfer ist Achim Hölzl, zweiter Egon Günter. Am Ende der Versammlung ehrte

Gildemeisterin Wölk ehrte sieben Mitglieder für 40 Jahre Treue: Martin Kunz, Uwe Schnaidt, Peter Allgeier, Tusnelda Haas, Werner Bohnert, Walter Haberstock und Peter Moosmann.

Monika Moosmann berichtete, dass die Pfrieme-Stumpe an fünf Umzügen, einem Kinderumzug und fünf Wahlveranstaltungen teilnahmen Hinzu kommen die Tennenbronner Fasnet und die jährliche Maiwanderung. Der zweitägige Ausflug nach München mit Besuch der Bavaria Filmstudios war ein voller Erfolg. An den Kindernarrensprung und den Showtanzwettbewerb erinnerte Moosmann ebenfalls. Nach der Schlüsselübergabe wurde am Schmotzigen erstmals eine Schulfasnet gefeiert, um gegen sinkende Schülerzahlen ein Zeichen zu setzen. Der Kassenbericht von Irmgard Hug verzeichnete ein Plus und Achim Hölzl bestätigte ihre eine einwandfreie Kassenführung.

 

Jahreshauptversammlung der Narrenzunft Aichhalden 2013

 

Schwarzwälder Bote 30. April 2013

 





Zufrieden blickte Zunftmeister Klaus Hörl auf die vergangene Fasnet bei der Narrenzunft Aichhalden zurück bei ihrer Jahresversammlung im Gasthaus "Adler".

Gut besucht waren Hexenball mit vielen Gastzünften und auch der Zunftball mit Programmpunkten aller Untergruppen. Auch in den sechs tollen Tagen war vieles geboten von der neuen "Kinder- und Teenifasnet" über das 15. Schnurren bis zum Umzug mit vielen Hästrägern. Die Zunft kann 652 Aktive aufbieten und 137 Jugendliche bei insgesamt 874 Mitgliedern. Gildemeister Steffen Auber hatte 500 Kleidlesträger beim Hexenball gezählt und hob den sportlichen Auftritt der Jugendhexengruppe hervor.

 

Viel Bewegung gebe es auch bei den Garden mit dem ersten Auftritt der Kinder und dem der Großen, die selbständig ihre Tänze einüben, lobte Simone Hampel. Von 17 Auftritten der Hansel berichtete Ute Hörl, bis zu den Hanselschlümpfen beim Zunftball. die Sauhirten feierten ihren 40. Geburtstag mit einem Fest, bei dem "keine Sau mehr Zuhause" blieb, hatte Jörg Schneider auch "schwache Blasen" erlebt, die beim Aufblasen geplatzt waren.

Der Fanfarenzug mit 25 Personen blies bei 18 Auftritten kräftig in die Hörner, berichtete Nicole Glunk. Leicht war dann die Entlastung des Vorstands, die Bernhard Blaffert nach "der zweiten entspannten Fasnet" feststellen konnte. Nicht ganz so entspannt war dann sein Auszählen von 43 Stimmzetteln für die Wahl von sechs Elferräten, deren Ergebnis erst nach gut 30 Minuten verkündet wurde. Klaus Hörl konnte 41 Stimmen verbuchen, Franz Arnold 42, Jürgen Wössner 41, Alexander Braun 39, Martin Nagel 33 und Jörg Schneider 36. Damit hat die Zunft künftig 13 Elferräte.

Nach Änderung der Satzung wurde Klaus Hörl erstmals direkt von der Versammlung zum Zunftpräsidenten gewählt. In ihrem Amt als Schriftführerin bestätigt wurde Ramona Depfenhardt. Der Antrag des Vorstands auf Erhöhung der Beiträge von 20 auf 25 Euro wurde glatt abgeschmettert.

Über eine Erhöhung könne man in zwei Jahren nachdenken, befand Blaffert, wenn man Einsparpotenziale geprüft habe. Außerdem zahle man zu hohe Umlagen an den "Interessenverband" der Vereinsgemeinschaft.

Die Finanzierung für das Narrenstüble von 10 000 Euro falle weg und in der Kasse sei genug Geld, stellte ein Mitglied klar, zudem biete "die Narrenzunft gar nichts für die Jugend."

 



 

 

Jahreshauptversammlung der Katzenzunft Hardt 2013

Schwarzwälder Bote vom 02. Mai 2013

 

Das erste Jahr nach dem personellen Umbruch im Katzenrat der Katzenzunft Hard verlief im gewohnten Rahmen, allerdings in einer sehr kurzen Fasnetssaison.

In seinem ersten Bericht im Vereinslokal "Grüner Baum" erinnerte Zunftmeister Jürgen Ganter an den Auftakt der Fasnet mit dem Mammutabstauben in der Arthur-Bantle-Halle mit 26 neuen Katzen und der Verabschiedung mehrerer Katzenräte.

"Die Sorge steht euch im Gesicht, der Kritzelmeister macht ein Gedicht", begann Thomas Roming seinen Bericht "257 Tage vor der nächsten Fasnet." Zum Thema der Saison sei die Bechsteinfledermaus geworden bei der Rathaus-Fasnet und beim Umzug. Dort seien erstmals die Katzen aus Messkirch aufgetreten, mit denen man auch in der Halle gefeiert habe.

Zeremonienmeister Roland Laufer empfahl, für den Katzentanz am Rolletag mehr Ersatztänzer bei den Tanzproben einzubeziehen, lobte aber "die große Anzahl von Katzen beim "Fasnetsverbrennen". Die drei Tanzgruppen im Zunftballett seien eine große Bereicherung, lobte Leiterin Heike Mager. Sehr engagiert mit eigenen Ideen seien die Großen von "Xplosion". Auch die neun Mädels im mittleren Ballett übten viel und bereiteten schon neue Tänze vor, ebenso die 14 "Little Cats", im Alter bis zehn Jahre. Genau 5665 Miesle habe die Zunft ausgeworfen und beim Dorffest habe man 1300 Eier in Striebele geschlagen, berichtete Wirtschaftsmeisterin Gabi Roming.

Trotz hoher Investitionen in die Kleidung von Räten und Musikern, konnte Karin Bea "a bisle Überschuss" in der Kasse verbuchen. Die Prüfung von 300 Belegen ergab keine Beanstandungen, so dass die Prüfer für eine Entlastung plädierten. Beim Kinderferienprogramm und bei der Gewerbeschau im September werde man sich beteiligen, kündigte Thomas Roming an; ebenso wolle man wieder bei den Dorfmeisterschaften dabei sein.

Erste Planungen für das Dorffest 2015 liefen bereits, denn dann sei Hardt 175 Jahre selbständig und das Dorffest werde seit 25 Jahren gefeiert. Für wärmende Kopfbedeckungen der Kleidlesträger müsse man sorgen, wenn sie ihre Masken ablegten, gab es einen Auftrag für den Katzenrat.

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